Monday, April 15, 2024
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Ampel dreht Förderhahn zu: Wer jetzt seine Wohnung altersgerecht umgestalten möchte, hat Pech – mit einer Ausnahme

Es sind Phrasen wie diese, die der Ampel nach dem Urteil aus Karlsruhe schwer zu schaffen machen. Bundesbauministerin Klara Geywitz verkündete noch im Juli: „Jeder Euro im Programm ‚Altersgerecht Umbauen‘ ist also mehrfach gut investiertes Geld.“ 75 Millionen Euro sollte es in diesem Jahr für den Einbau von Treppenliften, einer niedrigen Badewanne oder andere Maßnahmen geben. Barrieren in Haus und Wohnung sollten so reduziert werden. Doch das Geld ist nicht mehr verfügbar. Die Zuschüsse sind vorerst gestrichen.

Ab sofort teurer: Die Wohnung für das Alter umgestalten

Ältere Immobilienbesitzer, die fürs Alter vorsorgen wollen, müssen nun tiefer in die Tasche greifen. Dabei ist der Abbau von Barrieren im Koalitionsvertrag vereinbart. Er sei ein „wichtiges politisches Anliegen der Bundesregierung“, heißt es auf der Seite des Ministeriums. „Das Programm wird seit Jahren sehr stark nachgefragt, weshalb wir uns für eine Verstärkung der Mittel eingesetzt haben“, erklärt ein Sprecher des Bundesbauministeriums gegenüber FOCUS online. Allein im Jahr 2023 wurden laut Ministerium mehr als 23.000 Zusagen mit einem Gesamtvolumen von über 52 Millionen Euro erteilt.

Trotz der hohen Nachfrage musste das Ministerium das Förderprogramm stoppen. Grund dafür war die Finanzierung aus dem Klima- und Transformationsfonds. Diesen kippte das Bundesverfassungsgericht in Teilen. Was bedeutet das für die Förderungen? Wir beantworten die wichtigsten Fragen zum Förder-Stopp:

Welche Leistungen gab es bisher?

Für Sanierungsmaßnahmen bis zu 25.000 Euro gab es einen Zuschuss von zehn Prozent. Private Bauherren erhielten damit maximal 2500 Euro für den altersgerechten Umbau. Eine Altersgrenze gab es nicht. Auch Berufstätige konnten so vor der Rente vorsorgend investieren.

Was genau passiert jetzt?

Bereits gestellte Anträge werden nicht mehr genehmigt. Neue Anträge für den Zuschuss können nicht mehr gestellt werden. Besonders ärgerlich dürfte das für Hausbesitzer sein, die fest mit den maximal 2500 Euro kalkuliert und bereits mit der Sanierung begonnen haben. Bedingung für den Zuschuss ist nämlich, dass die Arbeiten beim Stellen des Antrags bereits abgeschlossen sind.

Schon zum sechsten Mal werden die Förderungen nun gestoppt. Immer war die Nachfrage zu groß und der Geldtopf zu klein. Bauministerin Geywitz wollte die Fördermittel deswegen im kommenden Jahr auf 150 Millionen Euro verdoppeln. Geywitz feierte dies als gelungene Verhandlung ihres Hauses „in Zeiten des Sparhaushalts“.

Doch noch immer ist unklar, wo das Geld dafür herkommen soll. Ob das Bauministerium in den Haushaltsverhandlungen für 2024 daran festhält, lässt der Sprecher gegenüber FOCUS online unbeantwortet. Dies „entscheidet der Haushaltsgesetzgeber“.

Welche Förderungen für altersgerechtes Bauen gibt es noch?

Direkte Zuschüsse gibt es für private Bauherren nicht mehr. Die Förderbank KfW bietet einen Förderkredit (159) für altersgerechtes Umgestalten an. Bis zu 50.000 Euro gibt es zinsgünstig vom Staat. Der Kredit kann auch für den Kauf von bereits umgestaltetem Wohnraum genutzt werden. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der KfW-Bank. Einen Tilgungszuschuss gibt es nicht.

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