Tuesday, April 16, 2024
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Extract from Monika Gruber’s book: Why the Greens are the true conventionalists for me

Opinions may certainly differ on the level and style of some German songs belonging to the “party Schlager” genre. Whether one wants to sing along to “Ten naked hairdressers” or “Go get beer, you’re getting ugly again” is entirely up to the individual. I also find traditional silly street chansons with titles like “The raspberry Tony from the strawberry farm” or “Big boobs, potato salad” rather hard to tolerate.

But even if one cannot laugh at rhymes like “Even her friend pineapple from blow-up riot/just has a really big bang/because she’s into well-salted threesomes/but for that she needs four eggs” (conceived and intoned by a friendly man with the beautiful stage name Ikke Hüftgold) – one thing one definitely should not do is charge them with any political message.

Catering to the woke Zeitgeist

I recall an impressive scene at the Oktoberfest 2022, practically in year 1 after the pandemic. The year in which some devoted Wiesn landlords, in catering to the woke Zeitgeist, announced long before the event that the party hit by a brothel mother named “Layla” would naturally not be played in their tent, as it was misogynistic and therefore unbearable for the standard of their tents – mind you, in locales where for decades people have gladly vomited under the table, peed on the neighboring thigh at the “Bieselrinne”, or snuggled on the toilet.

So there I was one late afternoon with friends in one of the smaller Wiesn tents. The atmosphere was predictably exuberant, to say the least, after two canceled Oktoberfests. Beer and other spirits flowed abundantly, the ladies paraded their most beautiful dirndls along with their advantageously showcased balconies, the waitresses increased their speed in anticipation of generous tips, in short: Everyone present was in high spirits without exception.

A three-man band played on the small stage, and their singer suddenly paused, looked around amidst all the exuberant, flirting people in dirndls and leather trousers, and spoke softly: “I have to tell you something now – and you have to participate!”

We are in a beer tent at the Wiesn, not in a university lecture hall discussing feminist foreign policy

The audience looked at him spellbound, waiting for the story. The singer grinned slightly crookedly and continued quietly, almost conspiratorially: “I have… I have… repeat after me: I HAVE…!” Everyone repeated after him, initially slowly, then the rhythm got faster and faster like during the Icelandic clapping choreography at the World Cup: “I have… I have… I have… I have…” Finally, the bandleader sang loudly into the mic: “I have a brothel…”

At that moment, the entire tent – women and men, young and old, locals and newcomers, presumed brothel visitors and voluntary streetworkers – began to chant: “And my brothel mother is called Layla!” The rest is history.

Firstly, this was no wonder considering the media hype in the weeks prior. And secondly, it certainly was not, because this song was simply what it was and never pretended to be anything else: a catchy mood lifter with a sing-along melody that’s somewhat silly but also a bit funny.

Because… once again for everyone to take note: We are in a beer tent at the Wiesn, the world’s largest folk festival and not in a lecture hall discussing feminist foreign policy.

einer Hochschule in einem Vortrag über die feministische Außenpolitik im Jahr 2023. Die Leute kommen hierher, um zu feiern und ihren Alltag zu vergessen, indem sie zu viel essen, zu viel trinken, mit den falschen Leuten knutschen und belanglose Lieder tanzen und mitsingen.

„Je gewöhnlicher das Liedgut, desto höher der Bierkonsum!“

Lied “Layla” besitzt ungefähr den intellektuellen Nährwert von “My Baby baby balla balla” von Chubby Checker aus dem Jahr 1965 oder dem Burger-Dance von DJ Ötzi, der es textlich ebenfalls nicht mit Schuberts Winterreise aufnehmen kann:

Jetzt ist es Zeit für den Burger-Tanz …

OHHHHHH …

Ein Pizza-Hut, Ein Pizza-Hut

Kentucky Fried Chicken

Und ein Pizza-Hut, ein Pizza-Hut

McDonald’s, McDonald’s

Kentucky Fried Chicken

Und ein Pizza-Hut

Darüber hinaus sollten sie das? Ursprünglich wurden in den Bierzelten sogar Liedtexte an die Masse verteilt, damit das Publikum sich eine weitere Maß und noch eine bestellen musste, da bereits die damaligen Wiesn-Wirte und -Wirtinnen das wussten: „Je gewöhnlicher das Liedgut, desto höher der Bierkonsum!“

Ob bei der Verwendung eines typisch deutschen Vornamens eine ähnliche Welle künstlicher Empörung durch die Social-Media-Kanäle der selbst ernannten Sittenwächter fegen würde, bleibt offen. Aber “Renate” oder “Irmgard” reimen sich leider auf fast nichts und schon gar nicht auf “geiler”.

Die Schausteller waren als Nächstes dran

Weil es mit dem Verbot oder dem freiwilligen Verzicht dieses lächerlich harmlosen Liedes nicht so recht geklappt hat und man sich am Nachfolge-Hit mit dem schönen Titel “Bumsbar” offenbar nicht erneut lächerlich machen wollte, suchte die PC-Community eifrig nach neuen Betätigungsfeldern.

Deshalb waren als Nächstes die Schausteller dran, beziehungsweise angeblich sexistische und rassistische Darstellungen auf deren Fahrgeschäften wie zum Beispiel der Riesenschaukel “Top Spin”, die seit Jahrzehnten dieselbe Lackierung trägt, nämlich unter anderem einige Bikinischönheiten, die sich – Achtung! – doch tatsächlich oben ohne an einem Strand tummeln.

Der Besitzer des Fahrgeschäfts war erst entsetzt und dann zornig, denn nach Pandemie und Inflation konnte er sich eine Neulackierung nicht leisten und bot sein Karussell zum Verkauf an. Laut seiner Aussage hatte sich noch nie auch nur ein einziger Besucher über die angeblich unangemessenen und diskriminierenden Motive beschwert, und das, obwohl das Fahrgeschäft schon länger auf der Wiesn stand als Münchens ehemalige zweite Bürgermeisterin Katrin Habenschaden von den Grünen alt war – 45 Jahre nämlich.

Aber ich bin ja auch nur eine sexistische alte weiße Frau

Heute genügt oft schon ein einziger Schreihals, der dreister und lauter ruft als alle anderen und ein Verbot von irgendetwas fordert. In der Regel duckt sich dann die Masse weg, um nicht in die Schusslinie der spaßbefreiten Moralhüter zu geraten.

In der Formel 1 genügte beispielsweise die Beschwerde einer offenbar überempfindlichen amerikanischen Funktionärsgattin, um die attraktiven und seit Jahrzehnten unbeantstandeten Grid Girls für immer aus den Boxengassen der Rennställe zu vertreiben. Seitdem schaue ich tatsächlich lieber MotoGP, weil ich persönlich finde, dass heiße Boliden und heiße Mädels mit scharfen Kurven mindestens so gut zusammenpassen wie ein saftiges Steak mit Barbecuesoße.

Aber ich bin ja auch nur eine sexistische alte weiße Frau, die es wagt zu behaupten, die amerikanische Funktionärsgattin könnte an den feschen Grid Girls nur zwei Dinge gestört haben: dass sie allesamt im Bikini besser aussahen als sie selbst und ihr Mann mit jeder Einzelnen lieber gevögelt hätte als mit ihr. Und deshalb dürfenjetzt alle Zuschauer auf der ganzen Welt werden nicht länger die Schönheiten in der Boxengasse bewundern können, sondern sind stattdessen dazu beschränkt, den schwitzenden Mechanikern bei ihrer Schraubarbeit zuzuschauen. Dieses Verhalten ist unfair! Und unduldsam.

Ein Mann hat vorausgesehen, dass die ganze verlogene Sexismus-Diskussion auf uns zukommt.

In einem bemerkenswerten Interview mit der „Bunten“ äußerte der Schauspieler Rupert Everett vor einiger Zeit die Ansicht, dass sich seit Jahren eine verlogene „Neu-Puritanismus” in unsere Diskussionen eingeschlichen hätte, was ihn als einen schwulen Mann, der sich früh in Hollywood geoutet hatte, tief beunruhigte.

Zu der Zeit war ich mir nicht sicher, ob seine Äußerung nicht vielleicht übertrieben war. Heute weiß ich: Der Mann war visionär. Er hatte die komplette verlogene Sexismus-Diskussion vorhergesehen, die unsere Gesellschaft vielleicht politisch korrekter, aber keineswegs toleranter und schon gar nicht leichter oder humorvoller machen wird.

Somit drängt sich fast täglich die Frage auf, was wohl als Nächstes von der Sexismus-Antifa verurteilt wird: heterosexuelle Paare? Brüste? Männer mit vollem Haar? Und wird man irgendwann nach Polen oder Ungarn reisen müssen, um heimlich eine Ausgabe des „Playboy“ zu kaufen? Möglicherweise werden noch Dinge diskutiert werden, an die Sie und ich nicht einmal in unseren kühnsten Träumen denken würden.

Ein Hoch auf Verbote – Hier sind meine Vorschläge

Aber falls man ernsthaft darüber nachdenkt, etwas auf dem Oktoberfest zu verbieten, dann habe ich einige ernst gemeinte Vorschläge für den rot-grünen Stadtrat von München:

1. Synthetische Lederhosen aus Souvenirläden am Hauptbahnhof

2. Turnschuhe zu Lederhosen

3. Dirndl, deren Rock kürzer ist als bis zur Mitte des Oberschenkels (wir sind auf dem Oktoberfest und nicht auf dem Kölner Karneval)

4. Eltern dürfen nicht mit Babys auf die Wiesn kommen, die jünger als ein Jahr sind (Lärm, Gefahr durch torkelnde Betrunkene)

5. Narrenhüte in Form eines halben Hähnchens mit eingebautem Motor, bei dem die beiden Hähnchenkeulen sich berühren

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