Monday, April 22, 2024
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Far-right Party: Surprise awaits the reporter as anthem starts playing during visit to “Grey Wolves”

Secretly they call themselves the Grey Wolves, but officially they disguise themselves behind parties and democratic associations such as the “Almanya Demokratik Ülkücü Türk Dernekleri Federasyonu” (ADÜTDF). According to its own statements, the latter represents German-Turkish interests in Hamburg.

However, the intelligence service considers them to be far-right: the group is said to be directed by fascists and aims to radicalize. In mid-January, hundreds of members gathered in Wilhelmsburg. The MOPO was there – a report from the wolves’ den.

Celebratory atmosphere at the “Class”

The weather outside matches the appearance of the animal to which many present connect: Dull gray dominates the sky. Snow lies on the sidewalks. Several cars of the police are parked on the side of the street.

Indoors, however, at the “Class,” an event venue where weddings usually take place, it looks festive: Opulent chandeliers provide light, tables and chairs are set and decorated. The floor is so polished that one can see their reflection. There is turkey stew for ten euros, oriental desserts, a table where Turkish non-fiction books are being sold. And a stand where one can register as a member.

“Grey Wolves”: Far-right Turkish party meets in Hamburg

While musicians in the background tune their instruments and prepare everything for the announced concert by Ali Kinik and Atilla Yilmaz, more and more people enter the hall. Some are only there for the musicians, who also include extremely nationalist and sometimes racist songs in their repertoire. One woman said: “I love their voices. Actually, I’m here almost only because of their singing.”

According to the Hamburg intelligence service, the ADÜTDF is specifically the “foreign representation of the far-right Turkish party MHP,” which is directed by it according to the principle of command and obedience. The MHP is a coalition partner of the Turkish President Recep Tayyip Erdogan.

The ADÜTDF has been under observation for decades and is considered a threat to Germany’s liberal-democratic order. They call themselves “Idealists” (“Ülkücü”) and “Grey Wolves” (“Bozkurt”). According to the authority, the number of followers nationwide is estimated at around 10,000. Around 100 people in Hamburg are members of Ülkücü.

Objectively, there is no indication of far-right sentiment at this event initially. The people, whether at the reception or outside at the food truck, are extremely nice and courteous. The guests – men, women, even families with young children – smile, they engage in conversation with each other. It does not feel like far-right extremists are meeting here, who dream of Turanism, the reunification of all Turkic peoples, and regard Kurds, Armenians, Greeks, and Jews as enemies – in other words, they share the basic ideology of the Grey Wolves.

Surprise occurs when the anthem starts playing

The introduction of the speeches may also be unsettling.erscheint: Die Besucher werden gebeten aufzustehen – während der deutschen Nationalhymne. Der Moderator erklärt: „Als Symbol für ein respektvolles Zusammensein.“ Mit dieser Handlung möchte man Deutschland Respekt erweisen. Anschließend erklingt die türkische Hymne aus den Lautsprechern. Die Mehrheit singt mit.

 

Nach einigen Passagen aus dem Koran, vorgetragen von einem islamischen Gelehrten, betritt ADÜTDF-Präsident Şentürk Doğruyol die Bühne. Er unterstreicht, dass die Föderation weder rassistisch, faschistisch noch antisemitisch ist. Ferner sei man auch nicht feindlich gegenüber den Kurden. Allerdings habe man ein Problem mit der PKK, „weil sie Terroristen sind“, betont er.

Es ist ihm zudem wichtig zu betonen, dass „wir zwar Türken und Muslime sind, aber gegen keine andere Religion“. Er ermutigt die Anwesenden, die Gesetze Deutschlands zu respektieren. Man solle die beiden Kulturen schätzen. Trotzdem sei es wichtig, in erster Linie die türkische Muttersprache zu erlernen, um die Kinder am besten zu erziehen. Zudem spricht sich Doğruyol für die Integration der türkischen Gemeinschaft in Deutschland aus, „ohne dabei die eigene kulturelle Identität zu verlieren“. Er ermutigt insbesondere junge Leute dazu, wählen zu gehen. „Das ist das Wichtigste.“

Während der Rede hört die Menge aufmerksam zu. Einige schwenken türkische Flaggen. Yilmaz und Kinik, die ein Konzert geben, werden unter Applaus begrüßt. Mit ihrem Abschied endet die Veranstaltung. Alles in allem ein zurückhaltender Auftritt der normalerweise als sehr scharfzüngig und provokativ bekannten Grauen Wölfe. Kalkül?

„Wir sind ausschließlich stolz auf die Türkei und wollen, dass sie stark ist”

Die ADÜTDF versucht laut Verfassungsschutz, in der Öffentlichkeit gemäßigt aufzutreten. Mitglieder werden angewiesen, sich an die Gesetze ihrer Länder zu halten und sich nicht von politischen Gegnern – insbesondere der kurdischen und verbotenen Arbeiterpartei PKK – provozieren zu lassen. Solche Veranstaltungen mögen harmlos erscheinen. Laut Verfassungsschutz ist das Ziel jedoch, die Anhänger an die Bewegung zu binden und sie „immer wieder mit der nach innen ausgelebten rechtsextremistischen Ideologie in Berührung zu bringen“.

Ein Gast weist vehement Vorwürfe zurück, er sei ein Rechtsextremer. „Wir sind nur stolz auf die Türkei und wollen, dass sie stark ist. Dafür müssen wir zusammenstehen. Wir verachten niemanden, wir haben Respekt vor allen Kulturen.“ Ob er ein Grauer Wolf ist? Er beendet das Gespräch kommentarlos.

 

Andere berichten von ähnlichen Motiven, während wiederum andere deutlich den „Wolfsgruß“ zeigen, um vor der türkischen Flagge für Fotos zu posieren. Sie formen mit ausgestrecktem rechtem Arm die Hand zu einem Wolfskopf. Sind sie keine Grauen Wölfe? Ein Gast sagt: „Das sind gute Jungs. Sie wollen nichts Schlechtes.“

SPD-Politiker mahnt vor Partei : „Es ist wichtig, achtsam zu bleiben“

Der Wilhelmsburger SPD-Politiker Ali Kazanci hatte im Vorfeld Bedenken bezüglich der Veranstaltung geäußert. Angesprochen auf die nun vergleichsweise milden Worte der Redner, sagt er, dass es weiterhin essentiell sei, sich kritisch mit der ADÜTDF auseinanderzusetzen, insbesondere angesichts ihrer Einstufung durch den Verfassungsschutz. „Es ist wichtig, achtsam zu bleiben und die potenzielle Verharmlosung solcher Gruppen nicht zu unterschätzen.“

Von MOPO Redaktion

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