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Guest post by Kai Buntrock: Traffic light coalition wants to support solar industry with billion-dollar aid, but that’s not enough

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    No genetic engineering in the plant

    But don’t worry:
    Genetically modified

    are the

Wednesday, 24 January 2024, 11:08

Decades after a boom, Germany’s solar industry is in a serious crisis: its dependence on China. While the traffic light coalition is planning subsidies once again, solar expert Buntrock questions this and pleads for a different solution to make the industry more competitive and innovative.



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Es ist das Jahr 2007, als die deutsche Solarindustrie einen Boom erlebt und die Produktion von Solarmodulen in der ersten Jahreshälfte um 33 Prozent steigt. Die Prognosen für den “Megatrend” im neuen Jahrtausend sind vielversprechend und Deutschland nimmt international eine führende Rolle ein. Heute, 16 Jahre später, präsentiert sich die Lage der Branche etwas weniger rosig. 

Trotz der Ankündigung eines neuen Förderpakets für Solarenergie durch Bundeswirtschaftsminister Habeck und Bemühungen von Initiativen wie der European Solar PV Industry Alliance (ESIA) steht fest: Eine Solaranlage ohne chinesische Technologie ist heutzutage kaum vorstellbar. Die große Frage lautet: Was ist in der Zwischenzeit geschehen? Können Subventionen die Lösung sein, oder bergen sie möglicherweise mehr Probleme als Lösungen?

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Ein kurzer Rückblick

In den Jahren nach der Jahrtausendwende erlebte die deutsche Solarindustrie eine beeindruckende Expansion. Ihren Erfolg verdankte sie einer Vielzahl von Innovationen, die von deutschen Pionieren wie Q-Cells, Solon und SolarWorld in kürzester Zeit marktreif gemacht wurden. Diese technologische Entwicklung wurde maßgeblich durch staatliche Maßnahmen wie das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), Einspeisevergütungen und andere Förderinstrumente vorangetrieben. 

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Doch als diese staatliche Unterstützung nach und nach abnahm, geriet die Branche in eine ernsthafte Krise. Bis zum Jahr 2018 hatten nur wenige Unternehmen die nachfolgende Insolvenzwelle überlebt. Währenddessen investierte die chinesische Konkurrenz mithilfe langfristiger finanzieller Unterstützung seitens des chinesischen Staates in den Ausbau von Großfabriken, Automatisierungstechnologien und weiteren technologischen Fortschritten. 

Angesichts dieser Herausforderungen plant die Deutsche Bundesregierungnun eine erneute Versuch, die heimische Solarindustrie zu befördern und sie international wieder wettbewerbsfähig zu machen. In diesem neuen Abschnitt wird die mögliche Verwendung direkter Subventionen zur Förderung der Entwicklung der deutschen Solarindustrie erörtert. Aber die Frage bleibt: Wird das ausreichen, um Deutschland in eine Position zu bringen, in der es erfolgreich mit anderen Ländern auf dem globalen Markt konkurrieren kann?

Über den Experten

Kai Buntrock ist CEO des Brandenburger Climate Tech Unternehmens Autarq, das Solardachziegel herstellt. Er ist auch Experte und Berater für Impact- und ESG-Investments.

Was muss sich verändern?

Die bevorstehenden Herausforderungen erfordern drastische Änderungen. Es bedarf nicht nur radikaler technologischer Innovationen, sondern auch des politischen Mutes, neue Finanzierungswege zu erschließen und innovative regulatorische Ansätze zu verfolgen. 

Ein Misserfolg ist fast vorbestimmt, wenn Politik und Wirtschaft sich auf veraltete Muster verlassen. Das einfache Unterstützen der Industrie oder protektionistische Ansätze in der internationalen Handelspolitik sind in dieser Situation wenig hilfreich. Die Realität, der wir ins Auge sehen müssen, ist, dass die chinesische Solarindustrie aufgrund erheblicher staatlicher Unterstützung auf dem aktuellen Stand der Technologie fast unerreichbar ist. 

In dieser Hinsicht scheint es meiner Sicht nach, dass ein neues Subventionspaket die zugrunde liegende Problematik vernachlässigt. Die Frage, die sich stellt, ist: Welche alternativen Ansätze könnten eine Lösung bieten?

Mögliche Alternativen

Um den Anschluss nicht vollständig zu verlieren, wäre es ratsam, wenn Deutschland und Europa in Betracht ziehen, öffentliche Beschaffungsprogramme einzurichten, die technologischen Frühphasenentwicklungen insbesondere
der Photovoltaik
aus Europa den notwendigen Absatz ermöglichen. 

Ein nachfolgender Schritt könnte die Ansiedlung von Produktionsstätten entlang partnerschaftlicher Kooperationsmodelle mit chinesischen Unternehmen unter Einhaltung sogenannter Local-Content-Regelungen sein. Diese regulatorischen Leitplanken können genutzt werden, um sicherzustellen, dass inländische Unternehmen und Fachkräfte in bestimmten Wirtschaftszweigen oder Projekten einen maßgeblichen Anteil haben. 

Der große Vorteil solcher Regelungen liegt darin, dass sie die Skalierung heimischer Fertigungskapazitäten gewährleisten und gleichzeitig den notwendigen Anstoß für Innovationen in den Bereichen Solarzellen und Wafer geben können. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass zukünftige Technologiestandards erneut von deutschen und europäischen Unternehmen mitgestaltet werden. 

Als ersten Schritt sollten wir wettbewerbsfähige Nischen im Bereich der Photovoltaik identifizieren und diese konsequent besetzen. Wenn öffentlich verwaltet Vermögen, beispielsweise aus dem KENFO-Fonds, investiert werden, sollten klare Regeln sicherstellen, dass dieses Kapital entlang langfristiger Investitionsstrategien im Einklang mit realwirtschaftlichen Interessen Europas in die hiesige Realisierung zukünftiger Energietechnologien allokiert wird.

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