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Krieg im Nahen Osten: Israel erwartet „Zermürbungskrieg“ und bereitet nächste Phase vor

Israel rüstet sich laut Medienbericht für nächste Phase im Gaza-Konflikt

16.52 Uhr: Nach zwei Monaten der Bodenoffensive im Gazastreifen plant die israelische Armee Berichten zufolge einen Strategiewechsel. Der Sender N12 berichtet unter Berufung auf Militärkreise, dass sich die Truppen in der nächsten Phase größtenteils in eine rund einen Kilometer breite Pufferzone nahe des Grenzzauns zu Israel im Gazastreifen zurückziehen würden. Es werden eher gezielte Einsätze von Boden- und Marinetruppen sowie der Luftwaffe gegen die Hamas geplant, für die kein konkreter Zeitplan genannt wurde.

Die meisten Reservisten sollen in dieser Phase wieder in den Alltag zurückkehren. Laut dem Sender wird Israel den Konflikt mit der Hamas vor allem mit den regulären Truppen fortsetzen. Israel geht offenbar davon aus, dass ein Sieg über die islamistische Hamas nur im Rahmen eines „Zermürbungskriegs“ möglich ist, welcher viele Monate oder sogar Jahre dauern könnte. Es wird betont, dass zusätzlich zum militärischen Kampf auch ein politischer und wirtschaftlicher Prozess notwendig sei, um eine neue Realität im Gazastreifen zu schaffen.

Israelische Armee setzt Bombardement im Gazastreifen fort

Dienstag, 26. Dezember 2023, 08.57 Uhr: Die israelische Armee hat ihre Angriffe auf Ziele im Gazastreifen fortgesetzt. Laut Angaben der Armee wurden mit Unterstützung der Bodentruppen erneut mehr als 100 Ziele von Dutzenden Kampfflugzeugen angegriffen. Dazu gehörten Tunnelschächte der islamistischen Hamas und Militäranlagen. Es wurde berichtet, dass eine Terrorzelle in Dschabalia in der Nacht ausgeschaltet wurde, nachdem sie versucht hatte, Sprengstoff in der Nähe eines israelischen Panzers zu platzieren. Die Truppen bekämpften die Terroristen, bevor sie schließlich von einem Kampfflugzeug getötet wurden. Die Angaben des Militärs konnten bisher nicht unabhängig überprüft werden.

Des Weiteren wurden nach Angaben der Armee auch in der südlichen Stadt Chan Junis Hamas-Terroristen getötet. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu äußerte sich bei einem Besuch der Truppen im abgeriegelten Küstenstreifen und betonte, dass Israel „den Kampf in den kommenden Tagen vertiefen“ werde. Netanjahu sprach von einem langwierigen Kampf, dessen Ende noch nicht abzusehen sei.

Der Krieg wurde durch die Terrorattacke der Hamas und anderer extremistischer Gruppen am 7. Oktober in Israel nahe der Grenze zu Gaza ausgelöst. Dabei kamen über 1200 Menschen ums Leben. Israel reagierte daraufhin mit massiven Luftangriffen und einer Bodenoffensive, bei der laut der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde mehr als 20 600 Menschen getötet wurden.

Israel tötet hochrangigen Mullah-Vertreter bei Luftangriff nahe Damaskus

18.38 Uhr: Bei einem gezielten Luftangriff auf die syrische Hauptstadt Damaskus konnte Israel am Montagnachmittag den iranischen Terroristen und Revolutionsgarden-Kommandeur Seyyed Razi Mousavi töten. Diese Information wurde vom iranischen Staatsfernsehen am frühen Abend bekannt gegeben, wie die „Bild“-Zeitung berichtet.

Syriens Staatsfernsehen machte Israel für den Angriff auf das Stadtviertel Sayyeda Zeinab verantwortlich. Iran kündigte Vergeltungsmaßnahmen an. Irans Revolutionsgarde erklärte demnach am Montag, dass das „zionistische Regime“ „ohne Zweifel einen Preis für seine Verbrechen zahlen“ werde.

Hamas-Anführer Hanija äußert sich weiterhin siegesgewiss

13.35 Uhr: Zwei Monate nach Beginn der israelischen Bodeneinsätze im Gazastreifen gibt sich der Chef der islamistischen Hamas, Jihia al-Sinwar, siegesgewiss. In einem Brief an den Vorsitzenden iranischen Terroristen und Revolutionsgarden-Kommandeur Seyyed Razi Mousavi bedankte er sich bei den Kämpfern und betonte, dass die Hamas weiterhin stark und entschlossen sei, den Kampf gegen Israel fortzusetzen.des Politbüros von Hamas, Ismail Hanija, und anderer Mitglieder des Gremiums laut Hamas-Angaben vom Montag: „Die Kassam-Brigaden (der bewaffnete Arm der Hamas) kämpfen hart, brutal und auf eine noch nie dagewesene Weise gegen die israelischen Besatzungstruppen.“

 

Sinwar behauptete, dass sie der israelischen Armee schwere Verluste an Menschen und Ausrüstung zugefügt haben. Die Kassam-Brigaden hätten mindestens 5000 israelische Soldaten attackiert, von denen ein Drittel getötet wurde, ein weiteres Drittel schwer verletzt und das letzte Drittel dauerhaft außer Gefecht gesetzt. Diese Zahlen widersprechen eindeutig den Angaben der israelischen Armee, die mehr als 150 im Gazastreifen getötete israelische Soldaten berichtet.

Zusätzlich schrieb Sinwar, dass 750 israelische Militärfahrzeuge vollständig oder teilweise zerstört wurden. Auch diese Angaben scheinen übertrieben zu sein. Die israelische Armee hat dazu keine Informationen bekannt gegeben.

Der Anführer von Gaza Hamas behauptete abschließend, dass die Kassam-Brigaden die israelischen Truppen „zerschmettert“ haben und dabei sind, sie zu besiegen. Auch diese Darstellung widerspricht der Lage. Sinwar schrieb, dass der bewaffnete Hamas-Arm den Bedingungen der Israelis nicht nachgeben werde.

Sinwar reagierte möglicherweise auf Berichte über einen ägyptischen Vorschlag, den Gaza-Krieg zu beenden. Hanija hatte zuletzt an Gesprächen in Ägypten teilgenommen. Er wird als Auslandschef von Hamas angesehen und lebt in Katar.

Berichten zufolge führt die politische Hamas-Führung im Exil bereits Gespräche hinter dem Rücken der beiden Hamas-Anführer im Gazastreifen, Sinwar und Mohammed Deif, über die Regierung des Gazastreifens und des Westjordanlandes nach Kriegsende. Israel plant, Sinwar und Deif, die als Drahtzieher des Massakers am 7. Oktober gelten, gezielt zu töten. Es wird vermutet, dass sie sich im unterirdischen Tunnelnetzwerk im Süden des Gazastreifens verstecken.

Während der israelischen Offensive wurden weite Teile des Gazastreifens zerstört. Nach Angaben des von der Hamas kontrollierten Gesundheitsministeriums wurden mehr als 20 400 Menschen getötet. Etwa vier von fünf der 2,2 Millionen Einwohner des Küstenstreifens wurden nach UN-Angaben während des Krieges aus ihren Wohnorten vertrieben. UN-Hilfsorganisationen schildern die Szenen als Bild von Zerstörung, Verzweiflung, Hunger, Not und Leid.

Die israelische Armee gibt an, 8000 Hamas-Kämpfer getötet zu haben. Diese Angabe lässt sich derzeit nicht unabhängig überprüfen.

Maersk wird die Schifffahrt im Roten Meer wieder aufnehmen

Montag, 25. Dezember, 11.50 Uhr: Die dänische Reederei Maersk plant, nach einer Unterbrechung wegen vermehrter Angriffe, bald wieder Schiffe im Roten Meer fahren zu lassen. Das Unternehmen bereitet sich darauf vor, den Schiffen wieder die Durchfahrt zu ermöglichen, teilte Maersk am Sonntagabend mit. Am Samstag wurde ihnen bestätigt, dass die angekündigte Sicherheitsinitiative „Operation Prosperity Guardian“ nun eingerichtet wurde, um Handelsschiffen die Durchfahrt durch das Rote Meer, den Golf von Aden und den Suezkanal zu ermöglichen.

Seit Beginn des Krieges im Gazastreifen sind vermehrt Schiffe im Roten Meer von Huthi-Rebellen angegriffen worden. Die Rebellen im Jemen werden US-Geheimdiensten zufolge von Israels Erzfeind Iran unterstützt.

Maersk hatte seine Containerschiffe Mitte Dezember angewiesen, vorübergehend nicht mehr durch das Gebiet zu fahren. Stattdessen wurden Frachter über Südafrika umgeleitet. Die Angriffe stellten eine erhebliche Bedrohung für die Seeleute dar, teilte das Unternehmen damals mit. Auch andere Reedereien haben die Route gemieden.

Die USA kündigten daraufhin an, ihre Zusammenarbeit mit Streitkräften anderer Länderin the area. Participating countries in the initiative called “Operation Prosperity Guardian,” according to U.S. reports, include the United Kingdom, Bahrain, Canada, France, Italy, the Netherlands, Norway, Seychelles, and Spain. They aim to enhance the protection of trade ships.

Israeli military continues attacks on Gaza Strip on Christmas

Monday, December 25, 06:51 AM: The Israeli military continued its attacks on targets in the Gaza Strip on Christmas. The Health Ministry, controlled by the Islamist Hamas, stated that twelve people were killed in an attack on the village of Al-Sawaida in the center of the Palestinian territory during the night on Monday. At least 18 people were killed in an attack on the city of Chan Junes in the southern Gaza Strip.

The figures cannot be verified independently. The ministry further stated that there were around 50 Israeli attacks in the center of the Gaza Strip. The previous evening, the Health Ministry stated that at least 70 people were killed in an airstrike on the al-Maghasi refugee camp in the center of the Gaza Strip.

Two more soldiers were killed on the Israeli side, as announced by the country’s armed forces early Monday morning. This raised the number of Israeli soldiers killed since the beginning of the ground offensive in the Gaza Strip to 156.

Protests against Hamas in the Gaza Strip after the death of a teenager

6:25 PM: Following the death of a teenager, angry Palestinians protested against the Islamist Hamas in the southern Gaza Strip. Eyewitnesses reported unrest in the border town of Rafah on Sunday, involving dozens of people. The background to this was allegations that armed Hamas members had shot at a group of young men who were trying to take humanitarian aid without permission in the border area with Egypt. A teenager was killed and more people were injured. Reports also indicated that a Hamas police station was set on fire during the protests.

The humanitarian situation in the Gaza Strip is becoming increasingly catastrophic in light of the Israeli military offensive in the narrow coastal strip. There are looting and chaotic scenes in the distribution of aid. The UN Security Council has demanded an increase in humanitarian aid in a resolution. Israel insists on controlling the deliveries to prevent arms smuggling. At the same time, the government in Jerusalem emphasizes that the inspections do not hinder the deliveries. Instead, the UN organizations would fail in the distribution of aid in the Gaza Strip. The UN, in turn, point out that it is hardly possible to transport and distribute goods under war conditions.

There are also recurring eyewitness reports indicating that armed Hamas members seize humanitarian deliveries. Israel assumes that these are also intended for terrorists who hide in the underground tunnel system.

For all updates on the war in Israel, read more on the following pages.

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