Monday, April 22, 2024
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Mindestgehalt, Altersvorsorge, Elterngeld: Das sind die bedeutendsten Anpassungen ab 2024

Im kommenden Jahr 2024 stehen eine Vielzahl von Veränderungen bevor. Während einige Dinge teurer werden, gibt es gleichzeitig auch Entlastungen für die Menschen in Deutschland. Hier können Sie nachlesen, was Sie im neuen Jahr erwartet.

Neuordnung ab 2024: Gebäude-Energie-Gesetz reguliert energetische Anforderungen

Ab dem 1. Januar 2024 tritt das viel diskutierte Gebäude-Energie-Gesetz in Kraft. Die Neuerung betrifft sämtliche Gebäudeeigentümer und ihre energetischen Vorgaben. Unter anderem schreibt das Gesetz vor, dass Öl- und Gasheizungen bis zum Jahr 2044 weiter betrieben werden dürfen. Neue Heizungen müssen zu mindestens 65 Prozent mit nachhaltigen Energien wie
Photovoltaik
, Bioöl, Biogas oder Holzpellets betrieben werden.

Empfehlung: Vom Bundesrat verabschiedet – Habecks Heizungsgesetz beschlossen: Was für Immo-Besitzer ab 2024 gilt

Modifikation ab 2024: Anhebung des Mindestgehalts

Im Januar 2024 wird das Mindestgehalt in Deutschland angehoben. Es steigt von aktuell 12 Euro auf 12,41 Euro brutto pro Stunde. Diese Anpassung betrifft nicht nur versicherungspflichtige Hauptbeschäftigte, sondern auch Minijobber. Für sie steigt die Verdienstgrenze um 18 Euro auf 538 Euro.

Des Weiteren gibt es in einigen Branchen spezifische Mindestgehälter, die über dem allgemeinen Satz liegen. Ab Januar steigen beispielsweise die Gehälter für Dachdecker, Gebäudereiniger und im Elektrohandwerk. Maler und Lackierer sowie Gerüstbauer ziehen im April bzw. Oktober nach.

Anpassung in der Düsseldorfer Tabelle ab 2024

Ab dem nächsten Jahr steigt der Unterhalt für getrennt lebende Familien. Wer Unterhalt zahlen muss, muss mit einer Erhöhung des Mindestunterhalts in allen Altersstufen rechnen:

  • Für Kinder bis einschließlich 6. Lebensjahr: 480 Euro (statt 437 Euro)
  • Für Kinder bis einschließlich 12. Lebensjahr: 551 Euro (statt 502 Euro)
  • Für Kinder bis zur Volljährigkeit: 645 Euro (statt 588 Euro)

Gleichzeitig steigt auch die Höhe des Eigenbedarfs. Dieser beträgt ab dem kommenden Jahr 1200 Euro (für nichterwerbstätige Unterhaltsschuldner) bzw. 1450 Euro (für erwerbstätige Unterhaltsschuldern). Die Düsseldorfer Tabelle wird jährlich überprüft. Sie ist rechtlich nicht bindend, jedoch wird sie bei Unterhaltsberechnungen immer als Maßstab herangezogen.

Ab 2024 erhöht sich für Auszubildende die Mindestvergütung

Auszubildende können sich ab 2024 über eine positive Veränderung ihrer Finanzen freuen. Ab Januar soll die Mindestvergütung steigen. Ausbildungsverträge dürfen dann im ersten Ausbildungsjahr die Grenze von 649 Euro nicht mehr unterschreiten. Im zweiten Ausbildungsjahr sind es 766 Euro und im dritten Ausbildungsjahr mindestens 876 Euro.

Neu ab 2024: Mehr Bürgergeld und Sozialhilfe ab Januar

Rund 5,5 Millionen Empfänger von Sozialhilfe oder Bürgergeld erhalten ab Januar 2024 mehr Geld. Die Anpassung wird folgendermaßen gestaffelt:

  • Alleinstehende erhalten 61 Euro mehr, also 563 Euro pro Monat.
  • Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren bekommen471 Euro instead of the previous 420 Euro.
  • Children up to the age of six will receive 357 Euro.
  • Children between six and 13 years old will receive 390 Euros.

Some Changes in Parental Allowance in 2024

The government has planned changes to parental allowance starting in 2024. A significant change is for couples who have a child after April 1, 2024: the income threshold for entitlement to parental allowance will be reduced from 300,000 Euros to 200,000 Euros taxable income per year. One year later, the threshold is expected to be at 175,000 Euros. For single parents, it will decrease to 150,000 Euros in April.

A change is also envisaged for partner months during parental leave: as before, parental leave can be extended from twelve months to 14 months if the parents share the care. However, from now on, at least one of the partner months must be taken solely by one of the parties, so a joint parental leave of both parents is only possible for a month.

Adjustment of Pension in 2024 Highly Likely

It will be an exciting new year for the approximately 21 million pensioners in Germany. They are expected to receive 3.5 percent more money, as calculated by the Consumer Center of North Rhine-Westphalia, citing the draft of the 2023 pension insurance report from the federal government. A change has already been made that allows people who are retired due to full or partial incapacity for work to earn more from 2024 onward. The final decision on the adjustment will be made next spring.

New from 2024: Basic Allowance Increases

Last year, the income threshold up to which no taxes have to be paid was adjusted. The so-called basic allowance will also change in 2024: for singles, it will increase from 10,908 Euros to 11,604 Euros, and for married couples, the limit will be 23,208 Euros.

Furthermore, the tax-free child allowance to secure the subsistence of children will increase from 6024 Euros to 6384 Euros per child. In case of separated parents, it will be halved.

Change in the Contribution Assessment Ceiling for Social Security Contributions from January 1

The contribution assessment ceilings in the social insurances will significantly increase next year – higher earners will then have to pay higher social security contributions. In the statutory pension and unemployment insurance, contributions will become due up to a social security liable salary of 7550 Euros in West Germany and 7450 Euros in East Germany. Previously, the limit was 7300 Euros in the West and 7100 Euros in the East.

The contribution assessment ceiling for statutory health and nursing care insurances will increase to 5175 Euros from January 2024 nationwide. The compulsory insurance threshold is expected to rise to an annual income of 69,300 Euros. Those earning more can choose to be privately insured.

Higher Mini-Job Limit

As a result of the minimum wage increase, the upper limit for so-called mini-jobs will also increase from 520 to 538 Euros per month from January.

More Money for Caregivers

Employees in elderly care will receive more money starting May 1. The minimum hourly wage for qualified care professionals will increase to 19.50 Euros, for qualified care assistants to 16.50 Euros, and for care assistants to 15.50 Euros.

Apprentice Salary

The minimum remuneration for apprentices in the first year will increase by 4.7 percent to 649 Euros per month. This applies to training programs starting on January 1. Exceptions by collective agreement are possible.

Heating in New Buildings

The first regulations of the heating law will come into effect: From January, only heating systems that achieve 65 percent efficiency or more can be installed in new buildings within new development areas.erneuerbare Energiequellen basieren. Vielerorts könnte dies auf eine Wärmepumpe abzielen.

CO2-Preis

Ab dem 1. Januar wird der CO2-Preis auf 40 Euro pro Tonne angehoben, was sich auf die Kosten für Treibstoff und das Heizen mit Öl oder Gas auswirkt.

Energiepreisbremsen

Sollte die Koalition keine alternative Lösung finden (Stand: Mitte Dezember), entfällt zum 1. Januar die Begrenzung der Strom- und Gaspreise. Aufgrund gesunkener Marktpreise spielen diese für die meisten Energieverbraucher jedoch keine Rolle mehr.

Deutschlandticket

Noch ist unklar, wie sich der Preis für das Deutschlandticket im Jahr 2024 entwickeln wird. Die anfänglichen 49 Euro pro Monat waren als Einführungskondition gedacht, sodass diese Summe im Laufe des Jahres steigen könnte.

Erhöhung des Pflegegeldes

Das Pflegegeld für die häusliche Pflege wird um fünf Prozent angehoben – je nach Pflegestufe bedeutet dies eine monatliche Erhöhung von 16 bis 45 Euro. Auch die Sachleistungsbeträge in der ambulanten Pflege werden um fünf Prozent erhöht. Ab 2024 haben Personen, die Angehörige pflegen, jährlich Anspruch auf Pflegeunterstützungsgeld für zehn Arbeitstage pro pflegebedürftiger Person.

Erhöhung der Zuschläge der Pflegekasse

Auch für Pflegebedürftige in Pflegeheimen gibt es Entlastungen: Die Pflegekasse erhöht die prozentualen Zuschläge für Personen in vollstationären Pflegeeinrichtungen. Die Erhöhung liegt je nach Aufenthaltsdauer im Pflegeheim zwischen fünf und zehn Prozent.

Höhere Sozialabgaben für Besserverdiener

Besserverdienende sollen höhere Sozialabgaben leisten. In der gesetzlichen Renten- und der Arbeitslosenversicherung sollen Beiträge bis zu einem Betrag von 7550 Euro pro Monat im Westen und 7450 Euro pro Monat im Osten fällig werden. Die Beitragsbemessungsgrenze für die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung soll auf 5175 Euro pro Monat steigen.

Legalisierung von Cannabis

Ab dem 1. April soll der Besitz von 25 Gramm Cannabis im öffentlichen Raum für Erwachsene ab 18 Jahren erlaubt sein. Im privaten Bereich sollen bis zu 50 Gramm aus Eigenanbau erlaubt sein, wobei drei Pflanzen privat angebaut werden dürfen. Ab dem 1. Juli sollen dann Cannabis-Clubs zum gemeinsamen Anbau möglich werden. Der erforderliche Bundestagsbeschluss zu diesen Plänen der Ampel steht jedoch noch aus.

Förderung von Elektroautos

Die Richtlinien für die Förderung von Elektroautos werden 2024 strenger: Fahrzeuge mit einem Nettolistenpreis des Basismodells bis zu 45 000 Euro werden gefördert. Die maximale Bundesförderung beträgt 3000 Euro. Es ist jedoch noch unklar (Stand: Mitte Dezember), wie es nach dem Karlsruher Haushaltsurteil mit dem Programm weitergeht.

Blackbox fürs Auto

Ab dem 7. Juli müssen in Deutschland zugelassene Neuwagen mit einem sogenannten Ereignisdatenschreiber ausgestattet sein. Ähnlich wie die Blackbox bei Flugzeugen sollen Daten gespeichert werden, die im Falle eines Unfalls zur Aufklärung ausgelesen werden können.

Winterreifen

Ab Oktober müssen Autobesitzer bei winterlichen Witterungsbedingungen Winter- und Ganzjahresreifen mit dem Alpine-Symbol verwenden. Die bisher zugelassenen M+S Reifen (Matsch und Schnee) sind dann nicht mehr erlaubt.

Teurere Versicherungen

Die Beiträge für Gebäude- und Autoversicherungen werden voraussichtlich erneut steigen. Die NRW-Verbraucherzentrale geht von mindestens zehn Prozent aus.

Anstieg der Altersgrenze für den Renteneintritt

Zum Jahreswechsel wird die reguläre Altersgrenze für den Renteneintritt auf 66 Jahre angehoben. Dies gilt für Rentenversicherte, die 1958 geboren wurden. Für später Geborene erhöht sich das Renteneintrittsalter in Zwei-Monats-Schritten, was bedeutet, dass sie länger arbeiten müssen oder Abschläge in Kauf nehmen, falls sie früher in Rente gehen möchten.

Klinik-Atlas

Ab April sollen die Bürgerinnen und Bürger erfahren, welche Leistungen und welche Behandlungsqualität von einem Krankenhaus angeboten werden.und Bürger voraussichtlich diese Informationen in einem Online-Portal nachlesen können. As das Transparenzverzeichnis ist geplant, um als interaktives Portal zu dienen, welches verständlich über das Angebot an bundesweit circa 1700 Klinikstandorten informiert.

E-Rezept

Ab Januar sind Vertragsärzte verpflichtet, E-Rezepte für verschreibungspflichtige Arzneimittel auszustellen. Versicherte haben drei Optionen zur Einlösung: per App, Papierausdruck oder mit ihrer Krankenkassenkarte.

Normale Steuer bei Restaurantbesuchen

In der Gastronomie gilt vom 1. Januar an wieder der normale Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent statt vorübergehend 7 Prozent. Deshalb könnte das Essengehen teurer werden.

Herkunft des Fleischs

Bei unverpacktem Fleisch, beispielsweise an der Theke oder auf dem Markt, wird mehr Klarheit über die Herkunft geboten. Die verpflichtende Kennzeichnung wird ab dem 11. Februar auf unverpacktes Fleisch von Schweinen, Schafen, Ziegen und Geflügel ausgedehnt. Vorher galt sie ausschließlich für verpacktes Fleisch und unverpacktes Rindfleisch.

Pfand auf Milch in Plastikflaschen

Ab dem 1. Januar gilt auch für Milch oder Milchmischgetränke eine Pfandpflicht, wenn sie in Plastikflaschen verkauft werden.

Deckel bei Getränken

Ab dem 3. Juli sind lose Verschlusskappen bei bestimmten Getränken verboten, um den Müll in der Landschaft zu verringern. Diese Regelung betrifft Einwegverpackungen, die ganz oder teilweise aus Kunststoff bestehen – wie zum Beispiel Saftkartons oder Einweg-PET-Flaschen – mit einem Volumen bis zu drei Litern.

Ende für den Kinderreisepass

Ab Januar 2024 können keine Kinderreisepässe mehr beantragt werden. Das bisherige Dokument für Kinder unter zwölf Jahren soll durch einen elektronischen Reisepass mit längerer Gültigkeitsdauer und der Nutzungsmöglichkeit für weltweite Reisen ersetzt werden. Eltern müssen dann mit höheren Kosten rechnen, da der elektronische Reisepass mit einem Preis von 37,50 Euro teurer ist als der bisherige Kinderpass für 13 Euro.

Brustkrebs-Früherkennung

Die Altersobergrenze der kostenlosen Brustkrebsvorsorge für gesetzlich Versicherte wird von 69 auf 75 Jahre angehoben. Diese Neuregelung soll ab dem 1. Juli 2024 umgesetzt werden.

Sanierung der Riedbahn

Am 15. Juli beginnt die Deutsche Bahn mit der Generalsanierung der Riedbahn, die Frankfurt und Mannheim verbindet. Die Strecke bleibt bis zum 14. Dezember gesperrt. Züge werden umgeleitet und es wird Schienenersatzverkehr geben.

Lieferkettengesetz

Das Lieferkettengesetz zur Einhaltung von Menschenrechten bei Zulieferern greift für weitere Unternehmen: Ab 2024 sind auch Firmen betroffen, die mindestens 1000 Arbeitnehmer im Inland haben. Bisher lag die Grenze bei 3000.

Mautpflicht für kleinere Transporter

Ab dem 1. Juli gilt die Mautpflicht auch für kleinere Transporter mit mehr als 3,5 Tonnen. Bisher galt sie ab 7,5 Tonnen.

Einheitliche Ladekabel

Hersteller von Smartphones, Tablets und anderen elektronischen Geräten werden ab dem 28. Dezember 2024 zum einheitlichen Ladekabelstandard USB-C verpflichtet.

Ausweisdokumente per Post

Ab November wird der Erhalt von Ausweisdokumenten einfacher. Sogenannte hoheitliche Dokumente können auf Wunsch gegen Gebühr per Post verschickt werden. Der Weg zum Amt, beispielsweise um einen Personalausweis abzuholen, entfällt dann.

Lesetipp:

  • Änderungen ab Dezember 2023 – Im Dezember gab es bereits eine Mindestlohnerhöhung für Pflegekräfte. Außerdem wurde unter bestimmten Voraussetzungen die telefonische Krankschreibung wieder eingeführt.
  • Änderungen ab November 2023 – Regelungen für die Zuwanderung ausländischer Fachkräfte wurden erleichtert und der Pass kann endlich online beantragt werden.
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