Monday, April 15, 2024
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UN-Gebot: Geldknappheit hindert Bekämpfung der globalen Erwärmung

Wie “AP” berichtet, forderte SimonStiell, der UN-Sonderbeauftragte für Klima, am Freitag mehr Geldanlagen in Billionenhöhe pro Jahr und weniger spezielle Ausnahmevereinbarungen in Klimaabkommen, um eine extreme Überhitzung der Erde zu verhindern. Er äußerte diese Ansicht während eines Vortrags an einer Universität in Baku, der Hauptstadt Aserbaidschans, dem Gastgeberland der internationalen Klimaverhandlungen 2024.

Stiell, aus dem karibischen Inselstaat Grenada, betonte, dass die bisher erzielten Fortschritte bei Weitem nicht genügen. Ohne angemessene finanzielle Mittel könnten diese schnell zu “leeren Versprechungen” verkommen.

Entwicklungsländer werden im Stich gelassen

Schätzungen einer Expertengruppe der Vereinten Nationen für Klimafinanzierung zufolge benötigen die Entwicklungsländer jährlich 2,4 Billionen Dollar. Diese Finanzmittel sind erforderlich, um in erneuerbare Energien zu investieren und dadurch die Auswirkungen des Klimawandels wie Überschwemmungen, Stürme, Dürren oder Hitzewellen zu mildern.

Die wohlhabenderen Länder haben jedoch weniger als 5% dieser Summe den ärmeren Ländern zugesagt – und liefern oft nicht einmal diesen Betrag. “Es zeigt sich deutlich, dass die finanzielle Unterstützung ein entscheidender Faktor im globalen Kampf gegen den Klimawandel darstellt”, sagte Stiell laut “AP”.

Zwei Schlüsseljahre stehen bevor

UN-Klimabeamte betonten, dass die kommenden zwei Jahre entscheidend für die Begrenzung des Klimawandels sein werden. Auf die Verhandlungen 2024 in Baku folgt ein weiteres wichtiges Treffen 2025 in Brasilien, bei dem es um neue und stärkere Verpflichtungen zur Reduzierung aller Treibhausgase geht. Um dieses Ziel zu erreichen, betonten die Beamten, ist Geld der entscheidende Katalysator für Klimaschutzmaßnahmen.

“Die Zeit für ‘business as usual’ in allen Aspekten des Kampfes gegen den Klimawandel ist vorbei”, sagte Stiell. Der UN-Vertreter kritisierte, dass Regierungen sich auch selbst schädigen, wenn sie Schlupflöcher in Abkommen nutzen oder sich vor dringenden klimapolitischen Aufgaben drücken.
Denn schließlich würden die Folgen des Klimawandels alle treffen.

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