Monday, April 22, 2024
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Guest contribution by Amy Gutmann, U.S. Ambassador: It’s crucial to demonstrate conviction and speak out against hostility

As a child of a Jewish refugee who fled Nazi Germany, I have learned from an early age the significance of demonstrating conviction and vocalizing against anti-Semitism, widely recognized as the oldest form of hostility globally.

On the International Day of Remembrance of the Victims of the Holocaust, it is important to recall that the cruelty, hatred, and fanaticism that fueled the Holocaust, which forced my father to flee his homeland and led to the annihilation of six million Jews and millions of other minorities, did not end with the liberation of the camps.

Anti-Semitism is still prevalent and on the rise. Despite Jewish Americans making up only two percent of the U.S. population, an overwhelming 55 percent of all religiously motivated hate crimes are targeted against them. Following the Hamas attack on Israel on October 7, the number of hate crimes against Jews in the United States and worldwide has sharply increased, including here in Germany.

Global outrage over widespread fire

This widespread fire should alarm us globally, leading all of us – whether Jewish or non-Jewish – to collaborate in extinguishing it. The surge in anti-Semitic attacks jeopardizes the safety of Jews worldwide and the well-being of our democracies. Anti-Semitic attacks are never the sole expression of intolerance in a society. When the human rights and fundamental freedoms of the Jewish population are at risk, it won’t be long before it affects other minorities and broader societal groups. The surging anti-Semitism should deeply concern all those who value human rights, freedom, and democracy.

All the Jews I know have felt the sting of anti-Semitism at some point in their lives. I grew up in a pretty town in the Hudson Valley in the state of New York, where, as one of the few Jewish families, we were accepted but never fully integrated into society. While my parents and I were rarely openly threatened, a dangerous narrow-mindedness was always subtly palpable everywhere.

For instance, some of my classmates in elementary school taunted that Jews had killed Jesus, as they had learned in Sunday school. Essentially, they were brought up to be anti-Semites. Once, some students attached a noose in our school locker room and threatened to hang “Christ-killers.” Fortunately, I had a teacher who took disciplinary action against them when he learned about their “prank.”

I have championed the greatness of Judaism

I have always been proud of my Jewish identity and have not settled for merely defending myself. I have championed the greatness of Judaism that has endured through the centuries. During Christmas time, I taught my classmates Chanukah songs and shared with them the heroic story of the Maccabees. It wasn’t the first nor the last time that I chose to speak up instead of remaining silent when faced with anti-Semitism.

 

Perhaps these initial steps contributed to paving the way for my later career as an educator, political scientist, university leader, and current U.S. Ambassador in the country from which my father fled.hätte. Zweifellos waren sie Vorläufer meines leidenschaftlichen Engagements für Bildung und Demokratie. Schon früh habe ich erkannt, dass Bildung und Demokratie untrennbar miteinander verbunden sind.

Um Gewährleistung der Demokratie ist es unerlässlich, dass Bildung weit mehr als bloß das Erlernen von Lesen, Schreiben und Rechnen vermittelt. Sie sollte gleichermaßen Toleranz und Respekt gegenüber anderen Glaubensrichtungen, Ethnien, Geschlechtern, sexuellen Ausrichtungen, Fähigkeiten und sonstigen Unterschieden lehren. Schulabgänger sollen befähigt sein, für ihre Überzeugungen einzutreten, mit anderen in Austausch zu treten und für Standpunkte offen zu sein, die von den eigenen abweichen.

Achtung der freien Meinungsäußerung – unverzichtbarer demokratischer Wert

Die Achtung der freien Meinungsäußerung ist ein unverzichtbarer demokratischer Wert, sollte allerdings keinesfalls als Freifahrtschein für Schikanen, Drohungen oder Anstiftung zur Gewalt missverstanden werden. Eine verantwortungsvolle Ausübung der freien Meinungsäußerung ist unabdingbar, damit diese der Demokratie dienlich ist. Daher ist Bildung für das langfristige Bestehen und die erfolgreiche Entwicklung von Demokratien von essentieller Bedeutung.

Es ist exemplarisch, Antisemitismus klar zu benennen, überall wo er sich entfaltet. Wenn Jüdinnen und Juden lediglich aufgrund ihrer jüdischen Herkunft ins Visier genommen werden, wenn Unternehmen in jüdischem Eigentum nach den Gräueltaten der Hamas-Terroristen vom 7. Oktober beschuldigt werden, einen „Völkermord“ zu unterstützen, dann ist das schlichtweg Antisemitismus und muss als solcher gebrandmarkt werden.

Ebenso müssen wir verdeutlichen, dass es keinerlei Antisemitismus darstellt, die Politik der israelischen Regierung in gleicher Weise zu kritisieren, wie man die Politik eines jeden anderen Landes kritisieren würde. Rechtmäßige Kritik an der Politik einer Regierung – jeder Regierung – ist nicht nur ein zu wahrender Anspruch, sondern auch der Schlüssel zu einer gedeihlichen Gesellschaft. Jedoch wird allzu oft gezielt ausschließlich die israelische Politik verurteilt; während die gleiche – mitunter sogar bedenklichere – Politik anderer Länder hingegen nicht thematisiert wird. Hierzu muss die Frage gestellt werden: Weshalb ist das so?

Das Existenzrecht des Staates Israel ist nicht verhandelbar

Die Geschichte des Nahen Ostens ist vielschichtig und von Leid geprägt. Jedoch ist das Existenzrecht des Staates Israel nicht verhandelbar. Wir trauern um das Leben jeder Zivilperson: seien es Israelis, Palästinenser, Juden, Christen, Muslime, Gläubige und Nichtgläubige und Menschen jeglicher Nationalität. Doch es ist evident, dass weder Antisemitismus noch eine andere Form des Hasses dem Frieden oder den Rechten einer Gruppe förderlich sind. Jüdische Gemeinden Ziel von Hass, Einschüchterung und Gewalt zu machen, bedeutet nicht, Menschenrechte oder die Palästinenserinnen und Palästinenser zu verteidigen. Dies ist schlichtweg Antisemitismus.

Antisemitisches Gedankengut ist zentraler Bestandteil der terroristischen Leitsätze der Hamas. Die Geschehnisse vom 7. Oktober haben zu den schlimmsten Massakern an Jüdinnen und Juden seit dem Holocaust geführt. Der menschlichen Würde gebietet es, um das Leben jeder Zivilperson zu trauern und die Grausamkeit und Brutalität der Hamas zu verurteilen, die selbst vor Vergewaltigung, Verstümmelung und Misshandlung von Frauen und Kindern nicht zurückschreckt.

Antisemiten nutzen die pro-palästinensische Bewegung, um Hass und fanatische religiöse Eifer gegen jüdische Menschen zu schüren. Wir unterstützen die Schaffung eines zukünftigen palästinensischen Staates und verurteilen die Hamas als terroristische Organisation, die in Israel großes Leid verursacht und die Interessen der palästinensischen Bevölkerung untergräbt.

Um Hass wirkungsvoll zu begegnen, ist es erforderlich, dass verantwortungsbewusste Individuen überkonfessionelle Allianzen bilden und zusammenarbeiten, um Antisemitismus in all seinen Erscheinungsformen zu erkennen, zu verstehen und zu bekämpfen. Hierfür sind internationale

Es ist wichtig, nicht stumm zu bleiben

Beide Taktiken betonen die Bedeutsamkeit, das Bewusstsein und das Verständnis für Antisemitismus und die Bedrohung, die er für unsere Gesellschaft darstellt, zu schärfen, wie wichtig es ist, die Wertschätzung für das jüdische Erbe zu steigern, Solidarität und gemeinsame Maßnahmen gegen Hass zu entwickeln und das Erforderliche zu leisten, um das Versprechen “Nie wieder” zu erfüllen, auf das unsere Kinder und Enkelkinder ein Anrecht haben. Meine inständige Hoffnung, ja dringende Bitte, ist, dass wir uns alle zusammenschließen, um dieses Versprechen einzulösen.

Es ist wichtig, nicht stumm zu bleiben. Die Zeichen in den Dreißigerjahren des 20. Jahrhunderts, die im Holocaust kulminierten, zeigten, wie das Nichtsagen das bösartige Virus des Hasses gedeihen ließ.

Aus diesem Grund habe ich für die US-Botschaft und Konsulate in Deutschland die Kampagne Stand Up, Speak Out for Democracy ins Leben gerufen, um gemeinsam mit unseren zahlreichen Partnern im ganzen Land gegen Antisemitismus und alle anderen Formen von Hass anzutreten.

Gemeinsam können und müssen wir unsere Stimmen und Plattformen nutzen, um eine tolerantere und sicherere Zukunft zu gestalten. Für den Erfolg unserer Kampagne Stand Up, Speak Out for Democracy zählen wir auf die Beteiligung und das Engagement der jüngeren Generationen. Sie sind unsere Zukunft. Aber auch Bürgerinnen und Bürger aller anderen Altersgruppen müssen befähigt werden, verschiedene Standpunkte zu verstehen.

Wir müssen die Suche nach der Wahrheit und die Vermittlung derselben, Toleranz und gegenseitigen Respekt fördern. Wir müssen die Fähigkeiten und Tugenden kultivieren, die es uns erlauben, eine fundierte und dennoch intensive Debatte zu führen. Dazu gehört auch, dass Vorfälle von Islamophobie und Hetze gegen Palästinenser oder Araber, die seit dem 7. Oktober ebenfalls zur Zielscheibe geworden sind, als solche anerkannt werden.

Und wir müssen all jene unterstützen, die sich für unser Gemeinwohl einsetzen, die Haltung zeigen und sich gegen Antisemitismus und alle Formen von Hass, für Menschenrechte, Freiheit und Demokratie aussprechen.

Dies ist ein historisches Ereignis im Kampf gegen die älteste Form des Hasses der Welt. Und es erfordert von uns allen, alles zu tun, um durch unsere eigenen Worte und Taten die Welt zu gestalten, die wir uns wünschen.

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