Tuesday, April 16, 2024
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Mindestgehalt, Altersgeld, Elternunterstützung: Die bedeutendsten Neuheiten ab dem Jahr 2024

Das kommende Jahr 2024 bringt zahlreiche Veränderungen mit sich. Während sich für die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland einige Dinge verteuern, gibt es andererseits auch Entlastungen. Im Folgenden erfahren Sie, was Sie im neuen Jahr erwartet.

Änderung ab 2024: Anstieg des Mindestgehalts

Ab Januar 2024 wird in Deutschland das Mindestgehalt angehoben. Es wird von derzeit 12 Euro auf 12,41 Euro pro Stunde brutto erhöht. Diese Veränderung betrifft nicht nur Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Hauptbeschäftigungsverhältnissen, sondern auch geringfügig Beschäftigte. Ihre Verdienstgrenze beträgt dann 538 Euro, was einer Steigerung um 18 Euro entspricht.

Des Weiteren gelten in einigen Branchen individuelle Mindestlöhne, die über dem allgemeinen Satz liegen. Ab Januar steigen zum Beispiel die Löhne für Dachdecker, Gebäudereiniger und im Elektrohandwerk. Maler und Lackierer sowie Gerüstbauer ziehen im April bzw. Oktober nach.

Ab 2024 wird die Mindestvergütung für Auszubildende angehoben

Auszubildende können sich im Jahr 2024 über eine positive Änderung ihrer finanziellen Situation freuen. Ab Januar soll die Mindestvergütung erhöht werden. Ausbildungsverträge dürfen dann im ersten Ausbildungsjahr nicht weniger als 649 Euro betragen. Im zweiten Jahr sind es 766 Euro und im dritten Jahr mindestens 876 Euro.

Neu ab 2024: Steigerung des Bürgergeldes und der Sozialhilfe ab Januar

Circa 5,5 Millionen Empfängerinnen und Empfänger von Sozialhilfe oder Bürgergeld erhalten ab Januar 2024 erhöhte finanzielle Leistungen. Die Erhöhung ist gestaffelt wie folgt:

  • Alleinstehende erhalten 61 Euro mehr und somit 563 Euro pro Monat.
  • Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahren erhalten 471 Euro anstelle von bisher 420 Euro.
  • Kinder bis zum sechsten Geburtstag erhalten 357 Euro.
  • Kinder zwischen sechs und 13 Jahren bekommen 390 Euro.

Ab 2024 gibt es einige Veränderungen beim Elterngeld

Die Regierung plant Änderungen beim Elterngeld ab dem Jahr 2024. Eine wichtige Neuerung betrifft Paare, die ihr Kind ab dem 1. April 2024 bekommen: Ab diesem Zeitpunkt sinkt die Einkommensgrenze für den Anspruch auf Elterngeld von 300.000 Euro auf 200.000 zu versteuerndes Einkommen pro Jahr. Ein Jahr später soll die Grenze dann bei 175.000 Euro liegen. Für Alleinerziehende sinkt sie im April auf 150.000 Euro.

Eine weitere Änderung betrifft die Partnermonate in der Elternzeit: Wie bisher kann die Elternzeit von zwölf Monaten auf 14 Monate verlängert werden, wenn sich die Eltern die Betreuung teilen. Künftig muss aber mindestens einer der Partnermonate von einem Beteiligten allein genommen werden; eine gemeinsame Elternzeit beider Elternteile ist also nur noch für einen Monat möglich.

Anpassung der Altersgelder im Jahr 2024 hochgradig wahrscheinlich

Für rund 21 Millionen Rentner und Rentnerinnen in Deutschland wird das neue Jahr wahrscheinlich spannend. Voraussichtlich erhalten sie 3,5 Prozent mehr Geld, wie die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen unter Berufung auf den Entwurf des Rentenversicherungsberichts 2023 der Bundesregierung berechnet hat. Bereits geändert wurde, dass Personen, die wegen vollständiger oder teilweiser Erwerbsminderung in Rente sind, ab 2024 mehr dazuverdienen können. Endgültig entschieden wird die Anpassung im nächsten Frühjahr.

Neuerung ab 2024: Der Grundfreibetrag steigt

Bereits im vergangenen Jahr wurde der Betrag erhöht, bis zu dem keine Steuern entrichtet werden müssen. Auch im Jahr 2024 ändert sich dieser sogenannte Grundfreibetrag: Für Ledige steigt er von 10.908 Euro auf 11.604 Euro, während bei Verheirateten die Grenze bei 23.208 Euro liegt.

Zudem steigt der steuerliche Kinderfreibetrag zur Sicherung des Existenzminimums.von Kindern von 6024 Euro auf 6384 Euro je Kind an. Bei getrennten Eltern ist es die Hälfte. 

Die Beitragsbemessungsgrenze für Sozialabgaben ändert sich ab dem 1. Januar

Im kommenden Jahr steigen die Beitragsbemessungsgrenzen der Sozialversicherungen deutlich an. Besserverdienende haben dann also höhere Sozialabgaben zu leisten. In der gesetzlichen Rentenversicherung und in der Arbeitslosenversicherung sollen demnach Beiträge fällig werden bis zu einem sozialversicherungspflichtigen Gehalt von 7550 Euro in Westdeutschland und von 7450 Euro in Ostdeutschland. Bisher lag die Grenze bei 7300 Euro im Westen und 7100 Euro im Osten.

Die Beitragsbemessungsgrenze für die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung soll ab Januar 2024 bundesweit auf 5175 Euro steigen. Die Versicherungspflichtgrenze wird demnach auf 69.300 Euro Jahreseinkommen angehoben. Wer mehr verdient, kann sich auf Wunsch privat krankenversichern.

Lesetipp:

  • Änderungen ab Dezember 2023 – Im Dezember gab es bereits eine Mindestlohnerhöhung für Pflegekräfte. Außerdem wurde die telefonische Krankschreibung wieder unter bestimmten Voraussetzungen eingeführt.
  • Änderungen ab November 2023 – Regelungen für die Zuwanderung ausländischer Fachkräfte wurden erleichtert und der Pass kann endlich online beantragt werden.
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