Monday, April 15, 2024
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Narren-Orden verliehen: Grüne ernennen CDU-Politiker beim Aachener Karneval

Am Aachener Karneval wurde der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) mit dem Orden wider den tierischen Ernst ausgezeichnet. In ihrer Laudatio kommentierte Annalena Baerbock, dass sie überrascht sei, einen weiteren Grünen zu sehen. Sie spöttelte über den Karnevalsverein: „Das hätte ich dem Karnevalsverein gar nicht zugetraut.“ Die grüne Außenministerin hatte den Preis im vergangenen Jahr erhalten.

Baerbock bezeichnete Günther im Herzen als Grünen und lobte ihn für seine klare Haltung zur Umwelt, seinem Einsatz für das Klima, die ökologische Landwirtschaft, die Vielfalt und Demokratie sowie die Vernunft.

Günther erhielt Unterstützung von Wolfgang Kubicki, einem FDP-Politiker aus dem Norden: „Wir zeigen unsere Emotionen nicht so nach außen“, sagte Kubicki in seiner Rede. „Sie werden selten einen Schleswig-Holsteiner herzhaft lachen hören.“

Verwechslung: Günther nennt Edelprinte angeblich Karl Lauterbach

In Anspielung auf den gescheiterten CDU/CSU-Kanzlerkandidaten Armin Laschet äußerte Günther: „Armin, wärst du Schleswig-Holsteiner, du wärst jetzt Bundeskanzler.“ Laschet hatte im Bundestagswahlkampf 2021 bei einem Besuch in einem von der Flutkatastrophe getroffenen Gebiet kurz über eine Bemerkung gelacht, was ihm massiv Stimmen kostete.

Günther überraschte dann mit dem Gesang des Schunklers „Wenn nicht jetzt, wann dann?“ der Kölner Karnevalsband Höhner. Er betonte, dass es jetzt an der Zeit sei, für die Demokratie einzustehen. Am Nachmittag hatte Günther in der Aachener Innenstadt bei einer Kundgebung gegen Rechtsextremismus vor 20.000 Demonstranten gesprochen.

Günther erhielt ordentlichen Applaus von den über 1000 Gästen im Festsaal – auch wenn ihm immer wieder die sogenannte Rittermütze vom Kopf zu gleiten drohte. „Mein Kopf ist zu dick“, stellte er fest. Neben der Mütze erhielt er auch noch eine sogenannte Edelprinte, eine lokale Spezialität mit seinem Konterfei, das er selbst zunächst aber offenbar nicht als solches erkannte („Ich dachte, das wäre Karl Lauterbach“).

Günther macht Witze über Merz, Lauterbach und Lanz

Günther nutzte seine Rede, um eine kleine Stichelei gegen Friedrich Merz zu machen. Dieser hatte den Orden lange vor ihm erhalten. „Soweit ich gehört habe, hat er dafür ausnahmsweise auch keine drei Anläufe gebraucht.“ Merz wurde 2022 im dritten Anlauf zum CDU-Parteichef gewählt.

Eine weitere Spitze traf Karl Lauterbach (SPD): Günther machte Anspielungen auf die neue Beziehung des Bundesgesundheitsministers, die dieser kürzlich bestätigt hatte. „Oder wie Karl Lauterbach sagen würde: Ich habe mich mit dem Liebesvirus infiziert“, ahmte Günther ihn nach. „Ich mache mir aber an dieser Stelle tatsächlich ein bisschen Sorgen um Markus Lanz. Wie der wohl damit umgehen wird, wenn er zukünftig nicht mehr jeden Abend zusammen mit Karl Lauterbach verbringen kann?“

Baerbock gewann Auszeichnung im letzten Jahr

Baerbock hatte die Auszeichnung im Jahr zuvor erhalten – daher hielt sie nun die Laudatio auf Günther. Ganz kurz vor dem Auftritt im Karneval hatte sie noch in Jordanien über die humanitäre Krise im Gazastreifen gesprochen – eine fast unwirkliche Diskrepanz der Themen.

Baerbock nutzte die Rede am Samstagabend dann auch, um in die Union zu piksen. Sie denke schon „an die traurigen Augen der vielen Menschen in unserem Land, die im nächsten Jahr bei der K-Frage der Union einen Günther erwarten und einen Söder bekommen“.

Klöckner entgleist mit Witz über Bundeskanzler Olaf Scholz

Another speaker was CDU politician Julia Klöckner, who criticized the traffic light parties. “Has anyone actually seen Olaf Scholz recently?” asked the former Federal Minister of Agriculture. “It really seems like he’s secretly training for his second jogging mishap,” she said. “And this time he wants to have two eye patches. Then he won’t have to see all that misery anymore.” Scholz had worn an eyepatch temporarily after a jogging accident in 2023.

Kubicki also took a jab at the traffic light coalition. He used cruise ship metaphors and talked about the “MS Berlin”, “with its captain Olaf, its first officer Robert, the event manager Annalena, and the finance officer Christian.”

Kubicki: “Like in the German Bundestag: Nobody listens”

Hope is rising, “that the MS Berlin either runs aground or finally finds a port where the ship can be abandoned,” joked Kubicki. And then added: “That’s our captain Olaf. Turning a modern cruise ship into a dilapidated galley.” But not every punchline received thunderous applause.

After his speech, Kubicki was asked by moderator Jessy Wellmer how it was: “Like in the German Bundestag,” was the reply. “Nobody listens.”

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