Sunday, April 14, 2024
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+++ 4th Tag im Ofarim-Prozess +++: Forensiker kann Davidstern-Kette bei Hotel-Aufnahmen „nicht hochauflösend erkennen“

  • Den Ofarim-Prozess heute ab 9 Uhr im Liveticker verfolgen
  • Stefan Huber, der Reporter von FOCUS-online, berichtet live vor Ort
  • Das Video aus der Hotellobby wird von Ofarims Verteidiger genauestens unter die Lupe genommen (09.47 Uhr)
  • Zeuge „glaubt“, dass es damals keine Überwachungskamera im Aufzugsbereich gab (10.09 Uhr)
  • Das Video belegt, dass es damals bereits eine Überwachungskamera im Aufzug gab (10.48 Uhr)
  • Intensiver Moment nach der Pause – Der Richter spricht über mögliche Befangenheit (13.09 Uhr)
  • Ofarims Anwalt lässt plötzlich zwei Sekunden im Video verschwinden (15.16 Uhr)
  • Forensiker kann Davidstern-Kette in Hotel-Aufnahmen „nicht hochauflösend erkennen“ (16.41 Uhr)

Die 4. Verhandlungstag des Ofarim-Prozesses im Liveticker

17.16 Uhr: Labudde bestätigt seine Verfügbarkeit am Donnerstag, außer zwischen 13 und 14 Uhr, da er einen wichtigen Termin hat. Richter Stadler schlägt vor, dass der Forensiker am Vormittag “auf Stand-By” sein solle, da “wir ja nicht wissen, ob sie den Weg nach Leipzig finden”. Damit spielt er darauf an, dass es einen Bahnstreik gibt und er nicht wisse, wie die drei Zeugen, die aus dem Norden und Westen Deutschlands kommen, anreisen würden. Labudde stimmt zu. 

17.14 Uhr: “Die Verteidigung schlägt vor, auf die Vernehmung der Steigenberger-Zeugen zu verzichten und ihre Aussagen schriftlich vorzulegen”, erklärt der Richter. Dabei geht es um drei Angestellte. Die Staatsanwaltschaft stimmt zu. 

17.11 Uhr: Zusammengefasst: Entweder die Verhandlung geht bis 18 Uhr oder es ist jetzt Schluss. Am Donnerstag werden vormittags Zeugen vernommen, wie geplant. Am Nachmittag wird entweder der Forensiker Labudde über das Gutachten sprechen oder die geplanten Zeugen werden vernommen. Gleich wissen wir mehr.

„Ich bitte Sie“ – hitzige Diskussion zwischen Richter und Ofarim-Verteidiger

17.08 Uhr: “Sind sie bereit, bis 18 Uhr zu bleiben?”, fragt der Richter die Verteidigung. “Ja, aber es ist ja eh nicht absehbar, ob wir Herrn Labudde morgen durchbekommen”, kontert Verteidger Dr. Betz. “Wir haben noch das Doppelte an Gutachten vor uns und es ist noch keine Frage gestellt worden”, hält Stadler dagegen. “Eben”, meint der Verteidiger und bekommt dafür ein “Ich bitte Sie, Herr Dr. Betz” zu hören. Dann wird für fünf Minuten unterbrochen, damit Labudde abklären kann, ob er am Donnerstagnachmittag verfügbar wäre. Die Zeugen des Nachmittags, allesamt Leipziger Beschäftigte des Hotel Steigenberger, würden dafür verschoben werden. 

17.06 Uhr: “Mit Blick auf die allgemeine Fürsorgepflicht aller Verfahrensteilnehmer” fragt Richter Stadler danach, ob man Professor Labudde morgen noch einmal einladen könne. Labudde will checken, ob das möglich ist “und die Vorlesung für morgen noch einmal verschoben werden kann”. Dass er seinen Terminkalender zeigt, sorgt für Erheiterung im Saal. 

17.04 Uhr: Nun beantwortet Labudde die zweite Frage des Gutachtens, die lautet: Sind Situationen erkennbar, in denen die Kette nicht sichtbar getragen wurde? “Die Antwort lautet Nein, das kann nicht durchgehende registriert werden, sondern erst ab 19.46.04 Uhr”, sagt Labudde.

17.00 Uhr: Kurzer Ausschnitt von Ofarim an der Rezeption. Es deutet einiges darauf hin, dass er eine Kette trug, aber es ist nichts registrierbar, was auf eine Kette mit Davidstern-Anhänger hinweist. “Im Brustbereich leuchtet nichts”, sagt Labudde und kündigt an, sich später mit den Lichtverhältnissen auseinandersetzen zu wollen. 

16.56 Uhr: Es wird nun Bild für Bild analysiert, wo etwas,was eine mögliche Davidstern-Halskette sein könnte, vorhanden oder auch nicht sein könnte. Dabei spielt auch die Reflexion eine Rolle, die dieser Anhänger möglicherweise im Vergleich zu den Nieten auf Ofarims Lederjacke hätte. 

16.50 Uhr: Der Fokus liegt gerade – ähnlich wie im vorherigen Update (16.47 Uhr) – hauptsächlich auf einer vergrößerten Aufnahme, in der Ofarim am Bordstein sitzt und sein Handy hält. Möglicherweise handelt es sich um die Pose, in der der Musiker das Instagram-Video aufnahm. Es handelt sich also um eine Aufnahme vor dem Hotel, das er anscheinend erneut verlassen hatte. 

16.47 Uhr: Labudde fasst zusammen: “Wir gehen davon aus, dass es sich um ein reflektierendes Objekt im Brustbereich handelt – welches Objekt das ist, können wir nicht sagen.” 

16.45 Uhr: Der Brustbereich von Gil Ofarim war nicht durchgehend sichtbar, aber in einigen Bildern scheint ersichtlich zu sein, dass er ein Objekt, vermutlich eine Kette, trug. 

16.43 Uhr: Labudde erläutert: “Aufgrund einer frameübergreifenden und positionsspezifischen Registrierung ist auszuschließen, dass es sich dabei um Bildartefakte o.Ä. handelt. Inwiefern es sich dabei um die im Vergleichsbild getragene Kette mit “David-Stern” handelt, kann auf methodischer Grundlage nicht beantwortet werden.” 

Forensiker kann Davidstern-Halskette in Hotel-Aufnahmen „nicht hochauflösend erkennen“

16.41 Uhr: Labudde sagt: “Nein, ich werde nicht einen Davidstern hochauflösend erkennen können, das kann ich sagen. Wir reden von Annahmen.” 

16.37 Uhr: Nun wird über reflektierende Nieten auf der Lederjacke von Gil Ofarim gesprochen. Diese sind bis auf eine auf den Bildern von Hotelkamera und Instagram-Reel zu sehen. Auf den ersten Bildern könnte jedoch eine Niete “einfach nicht vom Licht angestrahlt worden sein”, erklärt Labudde.

16.35 Uhr: Labudde vergleicht das Bild der Hotelkameras mit dem aus dem Instagram-Reel. In der Analyse wird in Bezug auf das Bild mit der Davidstern-Kette von einer “längeren Kette im Vergleichsbild, welche sich aus dunkleren Segmenten (Kettengliedern) zusammensetzt” gesprochen. 

Forensiker kann nicht zweifelsfrei sagen, ob Ofarim Davidstern-Halskette trug

16.31 Uhr: Bei der Schmuckanalyse gibt es zusammenhängende Pixel, die sich im Verhältnis zur Oberbekleidung abgrenzen lassen und “aufgrund der Position und Morphologie eine Kette o.ä. im Zusammenhang mit einem Anhänger (evtl. Quaste o.Ä.) darstellen könnten”. Labuddes Analyse zeigt eine Kette, aber ob der Anhänger ein Davidstern ist, kann er nicht bestätigen oder widerlegen. 

16.29 Uhr: Dunkle Hose, vermutlich braune Schuhe, eine offen getragene Jacke (vermutlich eine Lederjacke), ein offen getragenes Hemd, eine graue Hose und ein T-Shirt – auch wenn die Farben auf den Videos nicht immer exakt bestimmbar sind, stimmen die Einschätzungen mit den Aussagen der Zeugen überein. 

16.27 Uhr: Es wird nun die Kleidungs- und Schmuckbeschreibung von Gil Ofarim diskutiert.

16.25 Uhr: Jetzt wird Ofarims Verhalten in dem langen Video, in dem er am Bordstein vor dem Hotel sitzt, genau untersucht. Dabei wirkt es manchmal so, als würde er telefonieren, dann wieder auf sein Handy blicken und an etwas ziehen und gelegentlich einige Schritte gehen. Am Ende verlässt er das Bild mit einem Koffer, einem Rucksack und einer Gitarre. 

16.19 Uhr: Dann folgt eine Sequenz, in der es so aussieht, als würde Ofarim einen Mitarbeiter stoppen wollen, der sich ihm zu nähern versuchte. Danach gestikuliert Ofarim mehrfach, währendhe converses with the staff member. In part, he has his mobile phone at his ear. After around one and a half minutes, the musician packs up his luggage and exits the hotel through a door next to the automatic revolving door.

16.19 o’clock: Upon arrival, Ofarim repeatedly points backwards and gestures while conversing with a staff member. After not quite two minutes, he takes hold of his guitar and walks away from the reception. This event is analyzed from two perspectives, the camera in the lobby and the one at the desk, and matches up.

16.15 o’clock: Ofarim only stood briefly in line, then leaves and returns around four minutes later. Thirteen minutes later, a group behind Gil Ofarim breaks away from the line – he then gestures to the group, and they return. Two minutes later, Ofarim arrives at the reception.

Forensic analyst reports in great detail and goes through each image

16.11 o’clock: Now it goes into great detail, Labudde presents each image, which is seen. Interesting in comparison to the driver’s statement: He visibly gave her the book, thus only after getting off. The woman couldn’t remember that precisely.

16.07 o’clock: Let’s start with the motion analysis. It shows the different movements of Ofarim – first outside, then in the lobby, at the desk, back in the lobby, and finally in front of the hotel entrance.

16.04 o’clock: While the forensic analyst seems to be getting lost in the details, Ofarim listens very attentively.

16.00 o’clock: Contrast, brightness, saturation, and image noise were changed, among others – common practice for hobby photographers, here part of the analysis method.

15.58 o’clock: All four videos were already shown in court today. It remains unclear why Labudde is speaking about them only around five hours after their presentation.

15.56 o’clock: As Labudde explains the exact process, including the breakdown of images or the enlargement of such, we summarize: Three perspectives are analyzed and a total of four videos. First from the hotel entrance, then in the lobby, then at the desk, and finally another recording from the hotel entrance. Later, there will be an initial assessment of the video with two seconds missing.

15.53 o’clock: Now Labudde explains which camera perspectives were analyzed: There are three – the one in the lobby near the entrance (referred to as lobby in the report), the one on the side of the reception (desk), and the one outside at the entrance (hotel entrance).

15.49 o’clock: Now Labudde explains details about the file format. He tries to make this clear, but it is very technical. The comparison material comes from the Instagram reel that Ofarim posted.

15.46 o’clock: In total, there are 11 video files of the .avi file type that he received. According to the assessment, it is “the best and original evidence material”. “So we don’t have the raw data,” says Labudde.

Forensic analyst begins with his report

15.41 o’clock: Now the forensic analyst begins with the report. He received the assignment to create a report nine days after the incident. The report should answer the following questions:

  • 1. Can it be documented that Ofarim was wearing the Star of David necklace and if so, from when or within which time frame?
  • 2. Are there situations where the necklace was not visibly worn?

  • 3. Are there situations where the necklace was visibly worn?

  • 4. Are there gestures identifiable by which the necklace was made visible or invisible?

  • 5. Is a male person identifiable who was behind Ofarim”Einschließen deinen Stern!” schrie?

15.38 Uhr: Labudde ist bereit, jedoch ist die Technik noch nicht einsatzbereit. In der Zwischenzeit teilt Richter Stadler mit, dass eine Zeugin für heute ausgeladen wurde und wahrscheinlich erst Ende November befragt wird.

Forensiker betritt den Zeugenstand

15.36 Uhr: Forensiker Dirk Labudde macht sich bereit, es ist jetzt seine Zeit. Vor etwa einer Stunde schien das kaum möglich. Das mit Spannung erwartete Gutachten wird jetzt präsentiert.

15.34 Uhr: Der Vorsitzende ist zurück, ebenso wie fast alle Anwälte von Ofarim. Der letzte Verteidiger kommt mit Verspätung an, entschuldigt sich kurz und dann kann es weitergehen.

15.30 Uhr: Wer hätte das gedacht? Es geht nicht ganz pünktlich weiter. Nur die Staatsanwälte, die Nebenklage sowie Ofarim und einer seiner Verteidiger sind da – drei Anwälte und der Vorsitzende Richter fehlen noch.

Ofarim-Anwalt lässt Video abspielen – plötzlich fehlen zwei Sekunden

15.16 Uhr: “Hier fehlen zwei Sekunden”, bemerkt der Anwalt. In der zweiten, gezeigten Szene geht der Mann, der in der ersten Szene Sekt ausschenkte, durch die Bar und verschwindet. Labudde schlägt vor, die Verhandlung kurz zu unterbrechen, damit er die Szene “analysieren und zerlegen” kann. “Ist das in Ihrem Sinne?”, fragt er die Verteidiger. “Sie sind der Sachverständige”, antwortet einer trocken. Die Verhandlung wird bis 15.30 Uhr unterbrochen.

15.14 Uhr: Vor allem vier Sekunden sollen entscheidend sein, sagen die Anwälte. Es ist zu sehen, wie ein Mann am Barbereich vorbeigeht – im Video fehlen zwei Sekunden. Es wird noch einmal gezeigt und wieder: Der Mann verschwindet, weil der Timer zwei Sekunden vorwärts springt.

15.11 Uhr: Es geht um eine Aufnahme von 19.52 Uhr bis 19.56 Uhr, vier Minuten. “Es dürfte sich da um die Sektbestellung einer Zeugin handeln”, sagt einer der Verteidiger, der glaubt sie dort zu erkennen. Das wird erschwert, weil die Frau im Video eine Maske trägt. Nach rund zwei Minuten wird die Aufnahme gestoppt und dasselbe Video von 19.39 Uhr bis 19.42 Uhr abgespielt.

Richter will Forensiker befragen – doch dann intervenieren Ofarims Anwälte

15.08 Uhr: Der Richter möchte nun Herrn Labudde befragen – aber die Anwälte legen Widerspruch ein. “Wir wollten doch noch ein Video sehen”, sagt einer und der Richter erinnert sich. Es handelt sich um eine Aufnahme aus der Kamera im Barbereich.

15.06 Uhr: Ob sie wisse, um welche Sendung es sich gehandelt habe, zu der sie Ofarim fuhr und von wo sie ihn wieder abholte? “Nicht genau, aber irgendwas mit Musik, wo sie Stars einladen.” Sie habe die Sendung aber noch nie gesehen. Auch, dass dort den Gästen ein Getränk angeboten wird, in Ofarims Fall eine Weißweinschorle wie der Anwalt betont, sei ihr nicht bekannt gewesen. Dann wird die Zeugin entlassen.

15.02 Uhr: Nun wird auf Wunsch der Verteidigung ein Bild gezeigt, das Ofarim mit einem Mann zeigt, beide lächeln. “Dieses Foto soll, kurz bevor sie ihn abgeholt haben, entstanden sein. Passt das?” “Sie wollen jetzt wissen, warum ich mich nicht an die silberne Kette erinnere?”, fragt die Zeugin. “Nein, nein”, sagt der Verteidiger. “Ja, die Kleidung passt in meiner Erinnerung.”

15.01 Uhr: “Trafen sie eine Coronamaske im Auto?”, fragt Forensiker Labudde. Daran könne sie sich nicht erinnern, sagt die Frau. Dann ist die Verteidigung dran.

15.00 Uhr: Ob es üblich sei, dass ihr jemand mitteile, dass Fahrgäste angetrunken seien, fragt der Staatsanwalt. Die Frau bejaht, kann sich aber nicht mehr daran erinnern, wer genau vom MDR ihr das mitgeteilt hatte. Beim Googlen sei ihr der Stern nicht aufgefallen. “Ich wollte ja nur wissen, wer er ist.”

Zeugin:

Geflirtet von Ofarim mit ihr

14.58 Uhr: Bei der Polizei hat der Richter sie angesprochen, Ofarim habe mit ihr geflirtet. “Ja, er hat mich gefragt, was ich danach noch machen werde – ich habe geantwortet, dass die Corona-Pandemie sei, der Job lang gehe und man nicht mehr viel machen könne.” Im Gespräch ging es um seine Kinder und seine Ex-Frau.

14.56 Uhr: “Was ist während der Zeit im Auto passiert?”, fragt Richter Stadler und meint die Zeit, als das Auto am Hotel vorfuhr und für zwei, drei Minuten nichts passierte. “Wir haben uns unterhalten”, sagt die Zeugin. Sie kann aber nicht mehr genau sagen, was in diesen Minuten genau passierte. “Vielleicht hat er mir auch genau da das Buch geschenkt.”

14.54 Uhr: Auf Nachfrage betont Ofarims Fahrerin erneut: “Ich kann mich an keine silberne Kette erinnern.” Als sie ihn abgeholt hatte, kam ihr sein Gesicht bekannt vor – nachdem sie ihn beim MDR abgesetzt hatte, googelte sie ihn. “Ich hatte ihn als Jugendliche in einer Bravo-Lovestory gesehen”, sagte sie. Er hätte sich seitdem gar nicht so sehr verändert, findet sie.

14.53 Uhr: “Er hatte eine braune Lederkette um den Hals, für mich wirkte es wie eine Gebetskette. An eine silberne Kette mit einem Davidstern kann ich mich nicht erinnern, die musste ich im Nachgang erstmal googeln. Aber an diese Gebetskette kann ich mich zu 100 Prozent erinnern.”

14.53 Uhr: “Wir haben uns nett unterhalten, er hat mir dann auch ein Buch von sich geschenkt, wir haben uns auch umarmt, dann hat er sich seine Sachen aus dem Kofferraum geholt und ich bin dann gefahren.”

14.51 Uhr: Die Dame arbeitet nebenbei als Shuttlefahrerin oder Produktionsrunner bei Konzerten – sie fährt also Leute. An besagtem Tag fuhr sie Gil Ofarim im Auftrag des MDR, erst zum Sender, später zum Hotel Westin. “Mir wurde vorher gesagt, dass er schon etwas getrunken hatte, was er mit einem Lächeln abgetan hat. Er setzte sich zu mir auf die Beifahrerseite, was ungewöhnlich war. Er war aber nicht betrunken.”

Zeugin tritt auf – sie fuhr Ofarim zum Hotel

14.48 Uhr: Nun folgt die Vernehmung einer Zeugin, die schon den zweiten Tag da ist – vermutlich war sie am Dienstag bereits anwesend. Dann folgt noch ein Nachtrag ins Protokoll, dass die Verteidigung noch eine Stellungnahme zu den in der Pause besprochenen Videos abgeben möchte. Das soll erst nach der Vernehmung von Forensiker Labudde erfolgen.

14.46 Uhr: Nun spricht der Richter zur langen Pause. “Das Rechtsgespräch in der Pause hatte zum Inhalt, ob weitere Aufzeichnungen von Kameras für das Verfahren von Bedeutung sein können oder ob weitere Aufnahmen von geringer oder höherer Relevanz sind.”

Verhandlung wird fortgesetzt, Forensiker muss wahrscheinlich ein zweites Mal kommen

14.44 Uhr: “Die Verhandlung wird fortgesetzt. Herr Labudde, sie muss ich noch etwas vertrösten, wir schieben eine Zeugin dazwischen.” Ob er heute noch drankomme, will Labudde wissen. “Wir werden sie wahrscheinlich noch einmal benötigen”, sagt Stadler. Der Forensiker wird heute nicht mehr oder nur unvollständig aussagen können. Das ist durchaus ein Kracher.

14.42 Uhr: Verteidiger, Staatsanwälte und der Anwalt der Nebenklage sind zurück, auch der Vorsitzende Richter ist wieder im Saal. Die Spannung steigt!

14.28 Uhr: Und die Staatsanwälte sowie der Anwalt des Nebenklägers werden erneut nach nebenan beordert. Im Gerichtssaal weiß aktuell niemand, wann und wie es weitergeht bzw. was es mit der langen Unterbrechung genau auf sich hat.

14.25 Uhr: Die Staatsanwälte sind schnell zurück, die Verteidiger mit dem Vorsitzenden Richter weiterhin nebenan.

2:22 pm: Something is happening now, but not in the courtroom. Prosecutors and defenders are summoned to the side room. Why? Completely unclear. 

2:05 pm: All lawyers, on the defender and state side, are present, as well as Gil Ofarim. However, the presiding judge is not back yet. 

1:27 pm: The defenders and the prosecutors come out of the side door, followed by the presiding judge Stadler. He gives an update. “The interruption will take a little longer. Next attempt for the proceedings to continue: 2 pm.” A journalist present asks how high the probability is that the forensic expert Labudde will still get his turn today. “The probability is decreasing, but it is not excluded.” And with that, he is gone again. 

Big surprise after the lunch break! Judge talks about possible personal bias

1:15 pm: The bias motion specifically concerns the fact that Stadler has been active in the judges’ association since 2022 and in the course of this, spoke at a lecture on extremism. There was a letter from one of the lawyers, which is now considered a bias motion. Specifically, it concerns the appearance at the panel: “No enemies of the constitution in the civil service – How the rule of law and democracy can defend themselves against extremists” within the event series “Dialogue – Law – Politics” of the Saxon State Ministry of Justice and for Democracy, Europe and Equality on March 16, 2023.

1:09 pm: And there is the next interruption! Due to a “discussion of the investigation status,” the trial is once again interrupted. “I cannot tell you exactly when it will continue, probably not before 1:30 pm,” says the presiding judge Stadler. And with that, it’s break time again. 

1:06 pm: The trial continues. The presiding judge confirms that a lawyer’s letter is considered a “bias motion against the chair.” The judge gives an explanation and says that he has been politically active since 2022. He wants copies to be distributed, and next week outside of the main hearing, a decision will be made on how to deal with it. 

1:04 pm: Defenders, prosecutors, and Gil Ofarim are back in the courtroom, the presiding judge is still absent. One of the defenders even checks if the judge is there – shortly after, he comes out of a side door. 

Judge: “See you again at 1 pm”

12:02 pm: “Just to show how difficult it is to distinguish between wearing and not wearing a star, you can see here,” explains the lawyer. “Here it is clearly visible.” Then he asks to jump back 22 seconds. “Because due to the light, there is nothing visible.” The judge thanks and calls for the lunch break. “See you again at 1 pm.”

11:59 am: Everyone is back. One of the defenders wants to make a short statement. He asks to jump to a specific time, 20:04 and 27 seconds. 

11:45 am: And there are the lawyers along with Ofarim. However, only the defendant remains in the courtroom, the defenders along with the prosecutors leave the room. The presiding judge also steps out briefly. A query about how long the break would be is answered with a shrug as he walks away. “Allegedly five minutes.” 

11:44 am: Still, the defenders who left the room along with Ofarim have not returned. 

11:36 am: Ofarim takes his luggage along with the guitar and leaves the frame. Then the video sequence is over. TheRichter richtet sich jetzt auf die Mittagspause aus, jedoch die Verteidigung hat noch ein Anliegen – es handelt sich um ein Video. Es ist angedacht, dass nun noch einmal kurz pausiert wird, für fünf bis zehn Minuten. Danach soll das Video gezeigt werden, auf das die Verteidigung bestand.

11.34 Uhr: Ofarim steht auf und bewegt sich zwei Meter von seinem Gepäck weg. Dann schlendert er hin und her, während er telefoniert und zwischendurch stehen bleibt.

11.30 Uhr: Gäste betreten das Hotel, Personen stehen links neben dem Eingang, während sich die Drehtür bewegt. Und Gil Ofarim sitzt ungerührt am Bordstein und hält sein Handy.

11.26 Uhr: Das Video läuft seit ungefähr 15 Minuten und es passiert kaum etwas. Ofarim sitzt am Bordstein.

11.23 Uhr: Während Ofarim im Video weiterhin telefoniert, verfolgt der Saal konzentriert das Geschehen. Es wird jedoch auch auf der Ofarim-Bank wieder getuschelt. Der rückengeplagte Verteidiger ist mittlerweile ebenfalls zurückgekehrt.Hinzu kommt

11.19 Uhr: Ofarim steht kurz auf, setzt sich dann wieder an den Bordstein. Es scheint, als würde er auf sein Telefon schauen. Dann hat er es wieder am Ohr, er telefoniert und wendet mehrmals den Kopf.

11.16 Uhr: Ofarim holt sein Gepäck an den Bordstein und setzt sich vor seine Gitarre. Dann hält er das Telefon am Ohr, wenn auch nur kurz.

11.14 Uhr: Nun geht es um die Videosequenz, die um 19.45 Uhr von der Außenkamera gezeigt wurde. Rechts ist Ofarim zu sehen, wie er einige Schritte geht. Hinter ihm liegt sein Gepäck.

Verteidiger erheben schwere Beschuldigungen gegenüber der Polizei

11.10 Uhr: “Es ist erstaunlich, wie sehr sich die Polizei bei den Ermittlungen einwickeln lässt”, äußert sich einer der Anwälte. Ein schwerwiegender Vorwurf. Der Verteidiger bezieht sich unter anderem auf die Tatsache, dass die Aufzugkamera zu dem damaligen Zeitpunkt bereits installiert war und auf den Zeitpunkt, an dem die Polizei die Videos in Augenschein nahm und auswertete. 

Dann beantragt ein Verteidiger eine Pause aufgrund von Rückenschmerzen. “Würde es helfen, wenn Sie sich während des Videoablaufs bewegen?”, fragt der Richter. “Ich verlasse einfach für zehn Minuten den Saal und Sie zeigen das Video”, schlägt der schmerzgeplagte Verteidiger vor. Der Richter stimmt zu.

11.08 Uhr: Die Verteidigung beantragt die Befragung des technischen Leiters des Hotels. “Denn der Zeuge scheint keine Ahnung zu haben.” “Aber nicht heute”, sagt der Richter. Danach wird der Zeuge entlassen. 

11.05 Uhr: Wie kam er dazu, Kameras im Hotel Westin zu installieren? “Das ist 15 Jahre her”, antwortet der Zeuge. Er vermutet, dass dies über eine Installationsfirma erfolgte, die dann die Betreuung abgab – er übernahm sie daraufhin. Dann wird gefragt, ob die Kameras zwischen farbigen und schwarz-weißen Aufnahmen umschalten konnten? “Ja, das konnten sie. Und ich erinnere mich genau daran, weil die Polizei danach gefragt hat. Da Personen in Lichtquellen standen, hat mindestens eine Kamera umgeschaltet – das hat jedoch nichts an der Qualität geändert.

11.03 Uhr: Noch einmal äußert einer der Verteidiger eine Anfrage und fragt dieses Mal nach den Zugängen zur Galerie im Obergeschoss. “Ich habe meine Gründe”, erklärt er den Hintergrund der Fragen. Als er fertig ist, sagt er “das war’s jetzt wirklich”. Doch seine Kollegen haben Einwände – zwei weitere der vier Ofarim-Anwälte ist etwas aufgefallen.

11.00 Uhr: Nun erkundigt sich die Verteidigung nach dem technischen Leiter des Hotels, der den Zeugen hinzurief. Offensichtlich möchte die Verteidigung gerne auch diesen Mann befragen.

10.58 Uhr: Er kann nicht sagen, ob die Dateien bereits vor dem Tag, an dem er sie extrahierte, angesehen oder gespeichert wurden. “Angesichts der Umstände würde ich sagen, dass die Daten nicht manipuliert wurden.”sagt der Zeuge weiter. Gemäß seinem Bewusstsein wurden sie ihm im Original vorgelegt. Wie lange vergeht, bis die Dateien überschrieben werden? “Ich bin mir nicht ganz sicher, aber es müssten sieben Tage gewesen sein.” 

10.56 Uhr: Weitere Kameras, die er eingezeichnet hatte, seien erst später, “deutlich nach dem Vorfall”, installiert worden, erwidert der Zeuge auf die Frage des Richters. Auf eine Frage zum Ort, an dem Aufnahmen angesehen werden können, antwortet er knapp, aber deutlich. “Das geht nur im Serverraum.” 

Ob eine andere Person außer dem Administrator Videos speichern könne? “Ja, das ist nach dem Vier-Augen-Prinzip möglich.” 

10.50 Uhr: Nun wird eine weitere Kameraeinstellung gezeigt. “Das ist die Kamera bei den Toiletten”, erklärt der Zeuge. Auch die nächste Kameraeinstellung erkennt der Mann sofort. “Die befindet sich im Barbereich.” Dann beendet der Verteidiger seine Befragung. 

Zeuge spricht über Kameras – Video zeigt, dass er die Unwahrheit sagte

10.48 Uhr: Nun wird ein Bild aus dem Bereich der Aufzugkameras gezeigt, mit einem Zeitstempel vom 4. Oktober 2021. “Also gab es die damals doch schon”, schließt der Verteidiger. “Ja”, bestätigt der Zeuge. 

10.45 Uhr: Nun wird es interessant. Laut Verteidigung wurden anderen Zeugen bereits am 7. Oktober Aufnahmen gezeigt – also bevor der Zeuge das erste Mal im Hotel war, um Aufnahmen zu sichern. “Davon weiß ich nichts”, sagt er. Es müsse aber ein Logbuch geben, in dem Zugriffe auf die Videos verzeichnet sind. Nur er könne als Administrator das löschen. “Das habe ich aber noch nie getan.” 

10.42 Uhr: Ein wahres Feuerwerk an Detailfragen prasselt auf den Unternehmer im Zeugenstand ein. Es geht um die Dauer der Aufnahmensicherung, wie lange das gedauert habe. “Die Auslagerung hat einige Tage gedauert”, sagt der Zeuge. Das sei der Fall gewesen, weil die Polizei viele Dateien haben wollte. 

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