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„Ich war offiziell geladen“: Der Taliban-Vertreter spricht nun über seine Tour durch Europa

„Ich war offiziell geladen“: Der Taliban-Vertreter spricht nun über seine Tour durch Europa

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    In der Pflanze steckt keine Gentechnik

    Aber keine Sorge:
    Gentechnisch modifiziert

    sind die

Der Besuch des Taliban-Repräsentanten Abdul Bari Omar in einer Kölner Moschee am Samstag führte zu Aufsehen. Nun wird allmählich klar, wie er ein Visum erlangte. Omar gibt jedoch nicht preis, wer ihm das Visum ausstellte – das ließe sich jedoch einfach herausfinden.

Nach dem Auftritt eines hochrangigen afghanischen Taliban-Funktionärs in einer Kölner Moschee wird allmählich deutlich, wie Abdul Bari Omar nach Deutschland einreisen konnte. Derweil gibt es weiterhin heftige Kritik an dem Auftritt.

Bilder in den sozialenMedien zeigten ihn während eines Gesundheitskongresses in den Niederlanden, einige Tage vor seinem Auftritt in Deutschland. Sollte er mit einem Visum in den Niederlanden eingereist sein, hätte er dank des Schengen-Abkommens ohne Kontrolle nach Deutschland reisen können.

Am Samstag erklärte das Innenministerium von Nordrhein-Westfalen auf Anfrage, dass es sich bei dem Mann um den Leiter der Behörden für Lebensmittel und Arzneimittel in Afghanistan handelt. Das Auswärtige Amt (AA) verurteilte den Auftritt von Abdul Bari Omar am Freitag scharf. Die Reise sei dem AA nicht angekündigt worden, und dem Mann sei vor seiner Einreise nach Deutschland kein Visum erteilt worden.

Taliban-Vertreter in Deutschland: „Ich war offiziell eingeladen“

Omar widersprach diesen Angaben am Montag während einer Pressekonferenz in der afghanischen Hauptstadt Kabul. „Ich war offiziell eingeladen und hatte ein offizielles Einladungsschreiben”, sagte er. Er betonte, dass er sich mit dem Visum frei in der EU hätte bewegen können, weshalb er neben den Niederlanden und Belgien auch Deutschland besucht habe. Sein Auftritt in Köln sei ein Treffen mit im Exil lebenden Afghanen, ein Treffen von Freunden, gewesen.


 

Der Taliban-Funktionär ließ offen, welches Land das Schengen-Visum ausgestellt hatte. Laut dem „Spiegel“-Journalisten Matthias Gebauer wäre es jedoch leicht herauszufinden. „Dafür gibt es ja das Visa-Informationssystem. Bei einem Staat wie Afghanistan gibt es auch ein Konsultationssystem – Deutschland müsste also über eine Visavergabe unterrichtet worden sein.“

Taliban-Auftritt in Köln: Islamischer Verband spricht von „höchst unglücklichem Fehler“

Nach dem Auftritt des hochrangigen Taliban-Vertreters in einer Kölner Moschee hat der Dachverband Ditib seine ursprünglichen Angaben zum Veranstalter korrigiert. „Leider ist uns bei dem Namen des Vereins ein höchst unglücklicher Fehler unterlaufen, so dass wir fälschlicherweise den ‘Afghanischen Kulturverein Meschenich e.V.’ als Veranstalter und Nutzer des Saals angegeben haben“, teilte der Dachverband, dem die Moschee angehört, am Samstagabend mit. Tatsächlich sei der Saal Personen zur Verfügung gestellt worden, die Ditib als Vorstand des Vereins „Kulturverein der Kunar Jugendlichen e.V.“ bekannt seien und in dessen Namen handelten.

Weiter hieß es vom Dachverband Ditib, man bedauere aufrichtig den „erheblichen Schaden“, der dem ursprünglich angegebenen Verein entstanden ist und distanziere sich nochmals von der Veranstaltung. „Die menschenverachtende, frauenfeindliche und freiheitsfeindliche geistige Haltung der Taliban ist mit unserem Glauben in keiner Weise zu legitimieren und wir stehen dieser Auslegung als Muslime entschieden entgegen.“

Brief an Ministerien setzt Baerbock und Faeser unter Druck

Nach dem Auftritt wurde zudem bekannt: Afghanische Aktivisten warnten das Außen- und Innenministerium bereits im Oktober vor einer Einreise von Taliban-Vertretern nach Deutschland. In dem Brief, den mehrere Journalisten auf Twitter veröffentlichten, heißt es: „Uns ist bekannt geworden, dass im Oktober mehrere Mitglieder des De-Facto-Regimes der Taliban einen Besuch in Deutschland geplant haben, um an mehreren Treffen teilzunehmen.“

Die Activists clearly express in the letter their support for preventing the entry. While there is no information about Taliban visits in October, it is now only a few weeks later. So far, there has been no response from the Foreign or Interior Ministry to the letter.

Omar appeared on Thursday in a mosque in Cologne-Chorweiler, which is affiliated with the umbrella organization Ditib. The Islamic association distanced itself from the appearance, stating that the “Afghan Cultural Association Cologne Meschenich” had organized the event announced as religious. The association has been banned from the premises. On the other hand, the cultural association emphasized that they were not involved in renting the event space, and no association members were present. They filed a complaint, among other things, for defamation.

“An unspeakable incident”

The North Rhine-Westphalia State Chancellery also condemned the appearance of the Taliban functionary. “It is an unspeakable incident that members of a radical organization like the Taliban are spreading their ideologies unfiltered on German soil,” a spokesman told the “Kölner Stadt-Anzeiger”.

However, the Düsseldorf Ministry of the Interior referred on Saturday to an assessment by the Federal Public Prosecutor’s Office: According to this assessment, the Taliban, with their assumption of power in Afghanistan and the formation of a government in September 2021, were “from that point onwards” no longer considered a criminal or terrorist organization.

The spokeswoman for the NRW ministry referred questions about entry from Afghanistan to the federal authorities. The Foreign Office had clarified that the German government does not recognize the Taliban. “As long as the Taliban in Afghanistan blatantly trample on human rights, especially the rights of women and girls, there will be no normalization with the Taliban regime.”

til/dpa

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