Sunday, April 14, 2024
Google search engine
HomeDeutschlandNächste Schritte für Elektroautos nach Beendigung der Kaufprämie

Nächste Schritte für Elektroautos nach Beendigung der Kaufprämie

Der staatliche Zuschuss zum Kauf von reinen Elektroautos wurde im Dezember eingestellt. Drei Experten äußern sich zur plötzlichen Beendigung der Förderung.

Ursprünglich war geplant, die Förderung für den Kauf von reinen Elektroautos erst Ende 2024 auslaufen zu lassen. Aufgrund der Haushaltskrise wurde das Programm jedoch Mitte Dezember unerwartet gestoppt. Drei Experten geben ihre Bewertung dazu ab.

Nachfrage nach preiswerteren E-Autos

Kurt-Christian Scheel, Hauptgeschäftsführer des Kfz-Verbandes ZDK, äußert sich: Keine Technologie sollte dauerhaft von staatlicher Unterstützung abhängig sein:

Die Bundesregierung hat Elektroautokäufer in Schock versetzt. Die plötzliche Beendigung der Förderung hat zu Frust und Enttäuschung geführt – der Umweltbonus wurde nicht berücksichtigt. Keine Technologie sollte dauerhaft von staatlicher Unterstützung abhängig sein. Allerdings sind Elektroautos immer noch deutlich teurer in der Anschaffung als herkömmliche Fahrzeuge. Daher war es richtig, Anreize zu schaffen. Jetzt ist es an der Zeit, umzudenken.

Erstens ist es Aufgabe der Industrie, zügig kostengünstigere Fahrzeuge auf den Markt zu bringen. Es sind auch kalkulierbare Rahmenbedingungen in Bezug auf Steuern wichtig. Zweitens können sich 56 Prozent der Käufer nicht vorstellen, ein Elektroauto zu wählen.

Jegliche Kürzung bei der Ladeinfrastruktur wäre daher katastrophal. Drittens gehören für viele Elektrokunden Photovoltaikanlagen und Speicher dazu. Gezielte Anreize können hier einen Trend setzen.

Um Deutschland näher an das Ziel von 15 Millionen Elektroautos zu bringen, ist eine langfristige, verlässliche und kluge Förderstrategie unerlässlich.

Plötzliches Ende der Prämie gefährdet Regierungsvertrauen

Marion Jungbluth, Teamleiterin für Mobilität und Reisen beim Bundesverband der Verbraucherzentralen, äußert sich: Für die meisten sind teure E-Autos unerschwinglich – mit oder ohne Bonus:

Wenn die Bundesregierung sparen muss, dann ist das Ende des Umweltbonus im Grunde richtig. Zehn Milliarden Euro wurden in den Hochlauf des Marktes für Elektrofahrzeuge investiert. Das hat in erster Linie der Autoindustrie geholfen. Nun liegt es in der Verantwortung der Hersteller, selbst attraktive Preise zu bieten. Mit Rabatten, die sie lange Zeit nicht gewährt haben, müssen sie jetzt um Kunden werben. Das ist positiv!

Der Umweltbonus, der bei einem Anschaffungspreis bis 60.000 Euro gewährt wurde, hat dazu geführt, dass große und teure Fahrzeuge auf den Markt gekommen sind. Für die meisten Haushalte sind diese Elektromodelle unerschwinglich – mit oder ohne Bonus. Die Hersteller sind nun aufgefordert, kleine, leichte und sparsame Elektroautos anzubieten.

Die Regierung muss ihre Politik so gestalten,that people can plan and finance the transition to climate-friendly transportation. The sudden end of the purchasing incentive undermines the reliability of the traffic light government.

The purchasing incentive was poorly designed

Henrik Mortsiefer is an editor at Tagesspiegel Background Transport & Smart Mobility. He argues: Now the often evoked forces of the market can take effect:

State support is sensible when a market has not yet formed and a desired technology is still too expensive. This was the case with electromobility. By now, about every fifth new car in Germany is electrically powered, the charging infrastructure is growing – the market is there. Hence, the discontinuation of the environmental bonus is manageable.

Sensibly, the side and carry-over effects of the purchasing incentive were also stopped, which – compared to models in France or the USA – was poorly designed. Those who can afford a new car costing more than 40,000 euros do not need a state bonus. Neither do those who sell their electric car abroad after a year at a profit thanks to the incentive.

Now the market forces that the industry is keen to invoke can unfold: for example, a used car market or a market for more affordable electric models. The Chinese will soon show how it’s done in Europe. And the established manufacturers need a better CO₂ balance in the fleets they sell, or else they face high penalties.

By Kurt-Christian Scheel, Marion Jungbluth, Henrik Mortsiefer

RELATED ARTICLES

LEAVE A REPLY

Please enter your comment!
Please enter your name here

- Advertisment -
Google search engine

Most Popular

Recent Comments