Tuesday, April 16, 2024
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HomeStarsOfarim-Prozess: Forensiker wirkt bei Anfrage der Verteidigung leicht bestürzt

Ofarim-Prozess: Forensiker wirkt bei Anfrage der Verteidigung leicht bestürzt

Nach ausführlichem Theorieteil des Forensikers: 15 Minuten Unterbrechung

15.20 Uhr: Folgt nun eine Pause. Der Vorsitzende Richter schlägt 25 Minuten vor, Labudde entscheidet sich für “mir reichen 15”. Daraufhin sagt Stadler: “Dann sehen wir uns um 5 nach halb wieder”. Das bedeutet 15.35 Uhr. 

15.18 Uhr: Es wird nun das Prinzip des Laserscans erläutert, auf Anfrage der Verteidigung durch Labudde. Ein solcher Scan wurde nicht durchgeführt. Die Verteidigung fragt: “Hätte das Prinzip eine spezifische Verbesserung gebracht?” Labudde antwortet: “Es wäre ein massiver Aufwand gewesen. Wir hätten lediglich einige Bereiche genauer berechnen können. Jedoch haben wir bereits ähnliche Ergebnisse durch die relative Nachstellung erzielt (im Dezember, Anm. d. Red.).” 

“Was genau bedeutet ‘genauer’?”, fragt der Richter. Der Forensiker erklärt: “Ich glaube, dass mit 3D-Modellen einige Darstellungen anders hätten erfolgen können. Innerhalb des geschaffenen Raums hätte man sich bewegen und erkennen können, wann der Stern leuchtet.” Jedoch wäre dies auch eine Abwägung zwischen Kosten und Dauer. Die Ergebnisse der relativen Nachstellung seien ähnlich. Labudde fügt hinzu: “Eine solche 3D-Darstellung würde zwischen 3000 und 4000 Euro kosten.” 

15.13 Uhr: Labudde stellt klar: “Die Bedingungen bei der relativen Nachstellung im Dezember können nicht als identisch mit denen im Oktober angesehen werden.” Licht, die Füllung der Lobby und auch der Zeitpunkt der Dunkelheit seien unterschiedlich, “jedoch ähnlich genug”, so sein Kommentar. 

15.10 Uhr: Der Forensiker führt weiterhin Erklärungen aus. Er hat keinerlei Hinweise auf manipuliertes Material gefunden. Danach entsteht eine Verwirrung über die verschiedenen Daten im Oktober und Dezember. Die Diskussion bewegt sich aktuell seitwärts.

15.04 Uhr: Nach der Analyse des Fotos mit der unbekannten Person, fokussiert sich die Diskussion nun auf die Szene, in der Ofarim seinen Arm zum Hals bewegt und die Verteidiger fragen, was dort aufblitzt. Labudde und seine Assistentin bemühen sich, alles detailliert zu erklären. Starke Performance. 

15.00 Uhr: Labuddes Assistentin hat inzwischen den Ring “in Pixeln” vermessen, wie der Forensiker betont. In metrische Maße könne er das nicht umwandeln. Die Analyse zeigt, dass der Stern nicht symmetrisch ist. “Sie könnten einwenden, dass der Stern symmetrisch ist, jedoch hängt dies von der Perspektive ab”, erläutert Labudde. Tatsächlich ist der Stern in Pixeln fast doppelt so groß wie der Ring. 

14.57 Uhr: Nun stellt einer der Anwälte eine Frage zu einer Comicfigur in der Präsentation. Labudde klärt auf, dass es sich um das Logo eines Bildbearbeitungsprogramms handelt. Inwiefern dies einen Fortschritt im Prozess bedeutet, bleibt unklar.

14.53 Uhr: “Kann ich das mit meinem IPhone auch?”, fragt Anwalt Betz, der am Vormittag abwesend war. Labudde erklärt, warum es keinen Sinn machen würde, für seine Arbeit ein IPhone zu benutzen. Er nutzt einen Vergleich: “Aus forensischer Sicht besteht ein Unterschied, ob ich jemanden mit einem Löffel oder mit einem Messer erstiche.” Seine Aussage zielt darauf ab, dass viele Mobiltelefone Bilder verbessern und neue Elemente hinzufügen, jedoch sein Programm dies nicht tut. “Besorgen Sie sich ein Google Pixel 8 oder schauen Sie sich die Werbung an. Dieses kann mit künstlicher Intelligenz ein Lächeln in ein Gesicht einfügen, wo zuvor keines war. Aber das ist nur ein Randaspekt”, fügt er hinzu. 

14.49 Uhr: “Ich kann da überhaupt nichts erkennen”, bemerkt einer der Anwälte. Der Forensiker gibt gemeinsam mit seiner Assistentin ihr Bestes, um zu demonstrieren, was er meint, damit es für alle sichtbar und verständlich ist. Als ein Anwalt nach dem verwendeten Programm fragt, bemängelt er, dass das Werkzeug nicht im Gutachten aufgeführt ist. 

“Es dient nur der Veranschaulichung im Gerichtssaal”, erklärte Labudde. Momentan ist alles ein wenig verwirrend.

Der Forensiker scheint bei der Frage der Verteidigung leicht geschockt zu sein

14.45 Uhr: Die Verteidigung fragt jetzt, warum das Objekt, das der Forensiker als möglichen Stern identifiziert hat, nicht die Armbanduhr sein kann, da sie doch viel größer ist. Labudde wirkt leicht geschockt. “Aber die befindet sich am Handgelenk.” Es könnte der Stern sein oder “was ich nicht vermute, das Brusthaar von Herrn Ofarim, wenn er es nicht gekämmt hat”. Die Anwälte von Ofarim verstehen trotzdem nicht, was der Forensiker meint.

14.43 Uhr: Es wird intensiv gescrollt, um zu überprüfen, was in einem kleinen Ausschnitt zu erkennen ist. Die Verteidigung fragt, wie Labudde denn erkennen will, ob es sich um den Ring, den Stern oder die Uhr von Ofarim handelt, die reflektieren. Jetzt wird der Laptop von Labuddes Assistentin angeschlossen. “Jetzt sehen sie, was alles reflektieren kann”, erklärt Labudde.

14.37 Uhr: Nun muss zunächst nach einer Szene im Video gesucht werden, bevor es weitergehen kann. “Wir erkennen da eher keine metallischen Reflexionen”, sagt Labudde, und der Anwalt möchte “Das können sie so nicht sagen”, einwenden. Doch der Forensiker lässt sich nicht ablenken. Dann kommt die nächste irritierende Frage. “Aber Sie können den Stern doch da nicht sehen.” Labudde bejaht. “Und den Ring?”, fragt der Anwalt. “Den auch nicht.”

14.32 Uhr: Auch der Anwalt fragt nach der Szene, wo das “Aufblitzen” zu sehen ist. Labudde erklärt, wie vorgegangen wurde, um zu überprüfen, warum man den Stern, wenn er denn da war, ab und zu sieht oder eben nicht. Der Anwalt scheint mit der Antwort zufrieden, obwohl darin nicht viel Neues steckt.

14.29 Uhr: Einer der Anwälte fragt, ob es helfen würde, den Originalring zu sehen. “Ja, das wäre hilfreich”, sagt Labudde. Das Foto in hoher Auflösung möchte er zudem weitergeben und macht das jetzt. Nun darf die Nebenklage Fragen stellen.

14.27 Uhr: Mittlerweile sind die Anwälte wieder vollzählig, Kollege Nummer vier ist am Nachmittag auch wieder in den Prozess involviert.

14.25 Uhr: Labudde versucht derweil zu erklären. “Unterschiedliche Materialien, die unterschiedlich reflektieren, andere Lichtverhältnisse im Hotel. Und im Hotel gibt es keine Blitzlichter.” Der Anwalt ist nun auch der Meinung, dass die Dinge ähnlich groß sind. “Ich bleibe bei meiner Meinung”, sagt Labudde. Dann sagt der Anwalt, dass es zwei Ringe sind. “Und da kann ich nicht verstehen, dass sie sagen, dass das dieselbe Projektionsfläche ist, weil der Stern ja auch noch Löcher hat.”

Der Forensiker möchte nachmessen, will aber noch etwas sagen. “Der Ring ist flach.” ” Aber das andere ist ein Siegelring, ist der nicht flach?” “Naja, der hat ja eine etwas raue Oberfläche. Aber ich habe den Ring noch nicht gesehen, wir werden es gleich sehen.” Seine Assistentin vermisst schon.

Bei Wiederbeginn des Ofarim-Prozesses kommt es gleich zu einer Slapstick-Szene

14.21 Uhr: Auf der Anklagebank scheinen Ofarim und einer seiner Anwälte die Größen auf ihrem Rechner zu überprüfen. Der Angeklagte hält auch sein Handy in der Hand und unterstützt damit. Was genau dort vor sich geht, ist jedoch nicht ersichtlich.

14.18 Uhr: Nun muss die Protokollantin mit einem Lineal helfen, kann das jedoch nicht – es ist gerade etwas chaotisch. Konkret soll die Größe des Davidsterns auf dem Bild mit der des Rings verglichen werden. Da die Hand mit dem Ring jedoch etwas weiter nach vorne greift, scheint das wenig sinnvoll zu sein. Nun hilft Labuddes Assistentin mit einem Zettel.

14.15 Uhr: Die Technik streikt, als ein Anwalt von Ofarim eine Frage stellen will. Der Richter hat aus Versehen einen Screenshot gemacht und kann den Visualizer nicht zurücksetzen.- a judicial officer needs to assist and accomplishes that.

14.12 o’clock: The picture of the man is displayed and the next question is posed: “Why is the ring reflecting less than the larger pendant there?” Both items are clearly visible in the picture. This is a matter of the incident light in the picture, Labudde says.

14.07 o’clock: The first question revolves around the flashing object. The word “unexpected” is displayed on the slide – they ask what he means by that. “The flash is sudden, that’s what it means.” Whether a large ring that Ofarim wears on his ring finger could also be responsible for that.

“From my experience, I would say no,” Labudde replies. The prosecutor says that from his point of view, both items would be the same size. “From my point of view, that is closer to the size of the rivets, maybe half the size of the star,” Labudde counters. I am inclined to agree with him.

14.05 o’clock: Before forensic scientist Labudde continues, questions about the first part of the expert opinion are allowed. “I have the first good news of the afternoon for you: The chamber has no questions,” the judge smiles. The prosecution is up next.

14.03 o’clock: Let’s continue! The judge first announces the contents of a legal discussion. It was examined to what extent a potential witness can be examined audiovisually. The defense announces that they want to make a statement about it.

Lunch break until 2 pm: Judge speaks privately with the lawyers

12.25 o’clock: Before the lunch break, the judge still wants to speak with the lawyers. The subject of discussion remains unclear, journalists and spectators must leave the room beforehand. Mr. Labudde is set to continue at 2 pm.

Man had negative experiences at the hotel and contacts the lawyers

12.21 o’clock: A defense attorney reports that a man who is following the trial had contacted him, who had bad experiences with the hotel. This is said to have happened six months before the incident with Ofarim. When he asked at the reception to have the value added tax shown separately, a slim, young receptionist told him, “We are still in Germany here.”

Whether this concerns the said hotel manager is completely unclear at this time. If there is interest in the man testifying, the law firm should contact him. The presiding judge says that he cannot react to it now and asks for patience. Then he sends the trial into the lunch break.

12.15 o’clock: Now the defense wants to make a statement. It is noted that the hotel manager immediately knew what it was about when the production assistant called and said that it was about Mr. Ofarim. He must have known who it was about. The private prosecution explains that the defense had overlooked the sentence, that Ofarim could not check in, that the witness also mentioned. This way, it must have been clear to the hotel manager who it must have been – whether he previously recognized the man as Gil Ofarim or not.

12.13 o’clock: Now the picture of Ofarim with a stranger man is shown again. “Oh, I know him from somewhere, I think he had something to do with the music in the studio. But I don’t know his name.” She then passed the information on to the managing director. “According to my information, then everyone, the managing director and the production manager, went to Mr. Ofarim’s hotel to reassure him.” She does not know exactly how things went down on site. With that, the witness is dismissed.

12.11 o’clock: Whether the hotel manager immediately knew what it was about when she called is what the defense wants to know.erfahren? “Ja, hatte er bereits gewusst.” Keine Fragen. Dann wird erneut nach Ofarims Bekleidung gefragt. “Ich war mir dessen bewusst, dass er die Halskette trug und regelmäßig anlegt.” Sie war bereits mit der Halskette mit dem Davidstern von einer anderen Beteiligung in Produktionen vertraut, an denen Ofarim beteiligt war.

12.09 Uhr: Die Nebenklage fragt nun, ob die Zeugin der Fahrerin mitgeteilt habe, dass Ofarim alkoholisiert war. “Nein, das habe ich nicht. Ich habe ihr die Adresse mitgeteilt. So etwas kommuniziere ich den Fahrern nicht, das bemerken sie selbst.”

12.07 Uhr: Der Richter konfrontiert sie mit ihrer Aussage bei der Polizei. Der Hotelmanager habe ihr am Telefon mitgeteilt, dass er sich bedroht gefühlt habe und dass Ofarim gedroht habe, das Hotel in Instagram schlechtzumachen. “Ich kann mich nicht mehr genau erinnern, ob ich das gesagt habe, aber es kommt mir bekannt vor.” Ein paar Tage zuvor sei ein naher Angehöriger verstorben, weshalb es “eine große Ausnahmesituation” gewesen sei.

12.03 Uhr: Hat sie nachgehakt, um was für ein Problem es sich handelt? “Normalerweise ja, aber in diesem Fall nicht, weil mich während des Telefonats bereits die Managerin angerufen hatte und ich daraufhin dem Hotel mitgeteilt habe, dass ich zurückrufe.” Jedoch hat sie dann nicht zurückgerufen.

Zeugin: Die “ruhige Stimme” des Hotelmanagers bleibt ihr präsent

12.00 Uhr: Sie informierte sofort die Herstellungsleitung und den Geschäftsführer, als sie von Antisemitismus hörte. “Danach habe ich nur noch Organisation betrieben. Ich musste alle Künstler umplanen, sie mussten noch in derselben Nacht umziehen.”

Die Managerin, mit der sie zuvor sprach, schien “aufgewühlt” zu sein. “Ich erinnere mich vor allem an das Gespräch mit dem Hotelmanager, weil der Unterschied so stark war. Die stoische Gelassenheit bleibt mir immer noch präsent.” Dann erlaubte der Richter ihr zu spekulieren. “Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass jemand so gelassen reagiert und sagt ‘das ist lösbar’, wenn es um solch eine Angelegenheit geht. Das kann ich einfach nicht glauben.”

11.58 Uhr: Die Produktionsassistentin ist jetzt nicht mehr sicher, ob sie den Auftrag, im Hotel anzurufen, von der TV-Producerin oder der Managerin erhalten hat. Sicher ist sie jedoch, dass sie noch nichts von Antisemitismus gehört hatte, als sie im Hotel anrief.

11.57 Uhr: Jetzt ist sich die Zeugin nicht mehr sicher, mit wem sie zuerst gesprochen hat: dem Hotel oder der Managerin. Der Richter fragt, ob sie den Ablauf des Anrufs im Hotel schildern könne. “Ich hätte nie erwartet, dass es sich um ein so gravierendes Problem handelt. Es wurde so präsentiert, als sei es ein behebbares Problem, ähnlich wie wenn man seinen Ausweis vergessen hat. Deshalb war ich nach dem zweiten Gespräch mit der Managerin so schockiert.”

Letzte Zeugin vor der Mittagspause

11.52 Uhr: Die Zeugin ist die besagte Produktionsassistentin, die auch von den beiden zuvor vernommenen Zeuginnen erwähnt wurde. Die 30-Jährige beginnt ihren Bericht. Sie spricht von der dritten Produktion – die vorherige Zeugin sprach von der zweiten von drei Produktionen an diesem Tag. Nach einem ersten Gespräch mit der Managerin von Herrn Ofarim habe sie auch mit dem Hotelmanager gesprochen, der von einem “lösbaren Problem” sprach. Dann habe die Managerin sie erneut kontaktiert und von “Antisemitismus” gesprochen. “Ich habe das Wort laut wiederholt, damit es jeder im Raum mitbekam.” Die Reaktionen waren schockiert.

11.50 Uhr: Der Richter unterbricht und verschiebt den Rest des Gutachtens auf den Nachmittag. Stattdessen wird nun die dritte Zeugin vernommen. Die Verteidigung erwähnt, dass sich ein weiterer Zeuge gemeldet habe, auch bei der Staatsanwaltschaft – weitere Details dazu sollen später folgen. Auch die Mittagspause ist nun festgelegt – sie soll nach der Zeugin bis 14 Uhr dauern.

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