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Ökonom Claudia Kemfert zum Weltklimakonferenz: Treffen der Klimakonferenz mit Öl-Giganten: Auch die Scheichs werden nicht in der Lage sein, die Energiewende aufzuhalten

Ökonom Claudia Kemfert zum Weltklimakonferenz: Treffen der Klimakonferenz mit Öl-Giganten: Auch die Scheichs werden nicht in der Lage sein, die Energiewende aufzuhalten

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    In der Pflanze steckt keine Gentechnik

    Aber keine Sorge:
    Gentechnisch verändert

    sind die

Mittwoch, 29.11.2023, 16:44

Eine Weltklimakonferenz, die von einem Lobbyisten der Erdölindustrie geleitet wird? Von der COP 28 in Dubai wird nicht viel zu erwarten sein, schätzt Ökonom Claudia Kemfert. Das ist jedoch auch unwichtig: Denn die Märkte haben bereits lange zugunsten der Zukunft anstelle der Vergangenheit entschieden.

Die Welt schwankt von einer Schockwelle in die nächste Kriegsschock, Energieschock, Preisschock,Inflationary shock, climate shock. The finale of the fossil age begins. The powers of the past are fighting their final battle against the forces of the future. We are in the midst of a fossil war that is now reaching its ultimate climax.

Autocracy is fighting against democracy. The tyranny of an oligopolistic empire, which is only concerned about itself, is fighting against the freedom of the media, science, and people. There are people fighting for the world to belong to them, against those who want the world to belong to everyone. It’s a fight of lies against truth.

About the Expert

Claudia Kemfert is a professor of energy economics at the German Institute for Economic Research and Leuphana University in Lüneburg. She is also the co-chair of the German Advisory Council on the Environment.

The Great Fake Conference

This is exactly what can also be observed at the upcoming climate conference in Dubai (COP 28). Led by a representative of the fossil fuel industry, serious climate protection is hardly to be expected. It is highly problematic that a COP president is so closely intertwined with the fossil fuel industry. The fact that this could not be prevented is symptomatic.

The climate conferences are now so heavily influenced by the fossil fuel industries that it is becoming increasingly difficult to agree on new and effective decisions. As recently revealed by the BBC, the COP president plans to conduct fossil fuel deals during a climate conference. This was exactly what was to be feared. It’s not a real climate conference, it’s a fake climate conference, a greenwashing climate conference. The format urgently needs to be freed from fossil fuel lobby interests.

Therefore, it should be regulated which lobby groups have access to the conference. It should be possible to negotiate climate protection measures transparently and democratically without representatives of the fossil fuel industries. Therefore, the conference should only be held in places where this is guaranteed from the outset.

FOCUS online Earth at the World Climate Conference

Can the world oppose the climate crisis? At least it wants to try. Tens of thousands of representatives from politics, science, and business will come together from November 30 to December 12 for the World Climate Conference in Dubai. Here, the major climate decisions for the next decades are to be made – and FOCUS online Earth will be there with its own reporting team.

Here you can find all articles about the World Climate Conference

Do Tens of Thousands Really Need to Participate?

It is good that the UN has the mandate. It needs to be questioned whether such a high number of participants is really necessary. The emissions from the travel alone are huge. Much could be reduced and focused on the core of the negotiations. Tens of thousands of participants are flying there, andsehr zahlreich davon sind Lobbyisten für fossile Brennstoffe. Das Schema, etliche Staaten an einen Tisch zu bringen, ist sinnig, jedoch erforderlich, diese Zusammenkünfte zu straffen.

Das bedeutet in manchen Fällen ebenso, dass nicht jegliche Nichtregierungsorganisation (NGO) ihre Belange vorbringen kann. In diesem Jahr haben sich der Papst und König Charles angekündigt. Das lenkt Aufmerksamkeit auf die Dringlichkeit des Handelns. Dass dies allerdings nach über 40 Jahren Klimaverhandlungen immer noch notwendig ist, verdeutlicht die Dimension des Problems.

Eine Umgestaltung des Finanzsystems ist erforderlich

Allerdings wird die Zeit nicht gänzlich ungenutzt verstreichen. Insbesondere wichtig wäre es, dass man vor allem bei der Umgestaltung des internationalen Finanzsystems Fortschritte erzielt. Fossile Subventionen müssen dringend beendet werden. Es bedarf einer erhöhten Bereitstellung von Finanzmitteln, um weltweit Staaten bei der Bewältigung von Naturkatastrophen zu unterstützen. Zudem sollten vermehrt Möglichkeiten geschaffen werden, dass Entwicklungsländer Zugang zu Finanzierungen der Energiewende vor Ort erhalten.

Energiepartnerschaften für den Ausbau erneuerbarer Energien sollten global ausgeweitet und verstärkt werden. Und die individuellen Länder müssen stärker in die Verantwortung genommen werden, ihre jeweiligen Ziele auch durchzuführen. Unbedingt müssen die klimaschädlichen Subventionen in den wohlhabenden Industrienationen abgeschafft werden. Dann könnte man einen Teil dieser Gelder dafür verwenden, die Klimaschäden im Globalen Süden zu begleichen.

Die Märkte reagieren – in beiden Ausrichtungen

Es wird schon jetzt weltweit deutlich mehr Geld in erneuerbare Energien investiert als in fossile Energie. Die Märkte reagieren, weil Erneuerbare immer günstiger werden. Eine kürzlich veröffentlichte Studie zeigt demnach, dass es durchaus noch möglich wäre, das 1,5-Grad-Ziel einzuhalten, wenn die weltweiten Ausbautrends erneuerbarer Energien, Elektromobilität und emissionsfreier Wirtschaft weltweit so weitergehen wie bisher – insbesondere in China, den Trendregionen Asiens, den USA und Lateinamerika.

Bedauerlicherweise existiert auch die gegenteilige Entwicklung: Aufgrund steigender Preise für Öl und Gas steigen die Gewinnchancen für fossile Unternehmen, die demzufolge auch weiterhin in fossile Energie investieren. Mehrere kürzlich vorgestellte Studien über die Anzahl der Förderprojekte in Öl und Gas zeigen, dass wir so weder das 1,5-Grad-Ziel noch das Zwei-Grad Ziel erreichen können, sondern eher auf eine globale Oberflächentemperatur von mehr als drei Grad hinauslaufen.

FOCUS online Earth beschäftigt sich mit der Klimakrise und ihrer Bewältigung.

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Wir nehmen der Zukunft die Freiheit

Mit allen Konsequenzen. Eine Drei-Grad-Welt bedeutet, dass wir zahlreiche Kipppunkte überschritten haben werden. Die Klimaforscher, die ich treffe, sindin äußerster Sorge. Der Planet gleitet unaufhaltsam in eine Richtung, die das menschliche Leben an vielen Orten der Welt unmöglich machen wird. Die Folgen, die wir bereits jetzt erleben, sind extreme Hitze, Waldbrände und Dürren, was wiederum zu Hungersnöten, Migration und Instabilität führt.

Was wir derzeit beobachten, sind lediglich die ersten Ausläufer. Es wird nicht nur schlimmer, sondern auch unwiderruflich. Damit berauben wir die Zukunft ihrer Freiheit. Daher müssen wir jetzt alles in unserer Macht Stehende tun, um dies zu verhindern. Leider ist die Aussicht hierfür düster. Selbst in Deutschland werden Investitionen in Flüssiggas-Terminals getätigt, die entbehrlich sind. Deutschland hat ohnehin auf internationaler Ebene ein großes Glaubwürdigkeitsproblem aufgrund des Finanzdebakels im eigenen Land.

Die Märkte sind nicht aufzuhalten

Doch die Zukunft lässt sich auch nicht aufhalten. Die Märkte gehören denen, die sie erkennen und ausnutzen. Viele Menschen erkennen sie und machen sich ihre Ressourcen zunutze, ungeachtet der Beharrungskräfte der Vergangenheit. Diese Klimakonferenz scheint möglicherweise vergebens zu sein. Dennoch findet die eigentliche Entwicklung anderswo statt, nämlich auf den globalen Marktplätzen.

Die Zukunft ist unaufhaltsam, genauso wie der Markt. Wir haben bereits technologische Wendepunkte überschritten, die schwer rückgängig zu machen sind. Im Bereich des Ausbaus erneuerbarer Energien, der Elektromobilität und den Wärmepumpen sind die Gewinnschwellen längst überschritten. Es ist einfach kostengünstiger, sich eine Wärmepumpe einzubauen, anstatt eine Gas- oder Ölheizung zu betreiben. Auch Elektroautos werden preiswerter und attraktiver. Zahlreiche Länder, insbesondere die USA und China, investieren massiv in Zukunftstechnologien. Die fossile Wirtschaft in den Vereinigten Arabischen Emiraten versucht, dies zu vereiteln, doch sie wird scheitern.

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