Sunday, April 14, 2024
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Guest post by Gabor Steingart: Europe is weak and timid: We are helpless and at the mercy of Putin

Europe is currently trapped in a dangerous pincer movement militarily: On one side, Wladimir Putin clearly does not hesitate to engage in a lengthy European war. As with many despots, the battle seems to be his elixir of life. He does not suffer, he thrives. He does not retreat. He advances.

It is precisely at this historic moment that America turns away from Europe. What began with isolationist rhetoric under Donald Trump has continued in the presidency of Joe Biden: America no longer wants to be the protector of European welfare states. The post-war era is over.

 

This Europe, which has gained an enemy and lost a protector, will soon be left on its own. European internal market. European currency. “But where is the European army?” Germans and French are repeatedly asked abroad.

Looking at this continent with the radar of rationality reveals the six biggest military weaknesses:

#1 Europe is not a nuclear power.

Joschka Fischer has initiated a debate: Who ensures European security when the U.S. is no longer there? In an interview with Die Zeit, he demanded:

“The EU needs its own nuclear deterrent.”

While the UK and France possess nuclear weapons, the European continent as a whole is defenseless. Europe’s and especially Germany’s security depends on the U.S. and their willingness to use nuclear weapons in defense of NATO partners. That’s a guarantee, but not a certainty.

#2 NATO depends on the U.S.

According to the alliance, in 2023, 20 out of 31 NATO members are expected to not reach the two percent goal, including France, Germany, and Italy. The two percent goal was meant to ensure that each nation invests two percent of its gross domestic product in its own security.

As this has not happened, NATO’s ability to enforce depends even more on the U.S. Last year, around 70 percent of defense spending came from the U.S. While over the past ten years, Russia and China have been preparing for global tensions by increasing their defense budget by 300 and 600 percent, respectively, defense spending in the EU has only risen by 20 percent in the same period, according to the European Parliament. This means Europe has retreated into a dreamland.

#3 The Bundeswehr is not deployable.

In 2011, the conscription in Germany was suspended with great approval from the population. The consequences are now being felt: In 1990, after the fall of the Berlin Wall, the Bundeswehr had 450,000 soldiers – today, there are just over 180,000. Former Luftwaffe Major General Markus Kurczyk asks the crucial question:

“Would you go to an employer who says of himself that he is defenseless?”

The same picture is evident in other major European nations: Today, South Korea has a military of equal size – about half a million men – as the UK, France, and Germany.

zusammen.

Selbst die deutsche Rumpf-Armee ist mager ausgestattet. Gemäß dem „Wall Street Journal“ reichen die Munitionsvorräte der Bundeswehr höchstens aus, um das Land für zwei Tage zu verteidigen.

#4 Auch Frankreich und Großbritannien können die USA nicht ersetzen.

Laut Global Firepower, einer Website, die öffentliche Daten nutzt, um eine jährliche Rangliste der militärischen Stärke zu publizieren, ist Großbritannien die leistungsstärkste Militärnation Europas, gefolgt von Frankreich.

Das britische Militär verfügt jedoch nur über etwa 150 einsatzfähige Panzer und möglicherweise ein Dutzend einsatzbereite Artilleriegeschütze mit großer Reichweite, wie Max Colchester, David Luhnow und Bojan Pancevski im „Wall Street Journal“ berichten:

„Die Schränke waren so leer, dass das britische Militär im vergangenen Jahr in Erwägung zog, mehrere Raketenwerfer aus Museen zu beschaffen, um sie aufzurüsten und der Ukraine zu schenken.“

Frankreich, der nächstgrößere Geldgeber, besitzt laut WSJ weniger als 90 schwere Artilleriegeschütze, was ungefähr dem entspricht, was Russland jeden Monat auf dem Schlachtfeld der Ukraine einbüßt.

#5 Die europäische Rüstungsindustrie ist ein Zwerg.

Europa hat sich „systematisch entmilitarisiert, weil es das Geld nicht ausgeben musste“, äußert Anthony King, Professor für Kriegsstudien an der Universität von Warwick. Das wird auch an den europäischen Rüstungskonzernen deutlich. Während der größte deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall im vergangenen Jahr einen Umsatz von 6,7 Milliarden US-Dollar erzielte, erwirtschaftete Lockheed Martin in den USA einen Umsatz von 65,9 Milliarden US-Dollar. Das ist zehnmal so viel.

Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte man in ganz Europa auf die Friedensdividende und überließ die Rüstungsindustrie weitgehend den Amerikanern. Die fünf größten Waffenschmieden der Welt, die gemeinsam 32 Prozent des Branchenumsatzes ausmachen, haben alle ihren Sitz in den USA.

#6 Die Bevölkerung lehnt Aufrüstung ab.

„Thank you for your service“, ruft man uniformierten Soldaten in den USA auf der Straße zu. Sportveranstaltungen sind ein Fest des Patriotismus, angefangen vom gemeinsamen Singen der Nationalhymne bis zur Ehrung von Veteranen in der Halbzeit.

In Europa hingegen, insbesondere in Deutschland, fehlt das Bestreben der jungen Menschen, Soldat werden zu wollen. Im Jahr 2022, dem von Bundeskanzler Olaf Scholz ausgerufenen „Zeitenwende“, gab es nur knapp 44.000 Bewerbungen für eine militärische Laufbahn – elf Prozent weniger als im Vorjahr. Das Durchschnittsalter der Truppe liegt inzwischen bei 33,5 Jahren, fünf Jahre mehr als noch 2010.

Das hat nicht nur etwas mit der Abkehr der Deutschen von den Armeen Hitlers oder Friedrich des Großen zu tun. Die Bundeswehr ist im Vergleich zur Privatwirtschaft, wo flexible Arbeitszeiten, Kinderbetreuung und eine höhere Bezahlung anlocken, ein weniger attraktiver Arbeitgeber. Hier riecht es nicht nach Abenteuer, sondern nach Bürokratie.

 

Europa ist schwach, weil es gar nicht stark sein will

Fazit: Europa ist schwach, auch deshalb, weil es gar nicht stark sein will. Man lehnt den Krieg so innig ab, dass man ihn gar nicht erst vorbereiten mag. Schon die eigene Abschreckung empfindet man als Provokation des Gegenübers, weshalb man lieber das militärische Mauerblümchen spielt. Diese Kultur der Entsagung tut dem Verteidigungswillen nicht gut. Oder um es mit William Shakespeare in „Caesar“ zu sagen:

„Feiglinge sterben viele Male vor ihrem Tod.“

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